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Schnelles Internet : Süderlügum: Breitband braucht Zeit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertreter in Süderlügum diskutieren über die Finanzierung ihrer Breitbandanschlüsse und den Bau eines Imbisses im Gewerbegebiet.

Die Gemeinde Süderlügum ist bei der anstehenden Finanzierungs-Tranche für den Ausbau des Breitbandnetzes noch nicht dabei. Dieses machte die Geschäftsführerin der Breitbandnetz GmbH & Co KG, Ulla Meixner, während der Gemeindevertretersitzung im Feuerwehrhaus deutlich.

Sie nannte ein eventuelles Zeitraster von zwei bis fünf Jahren und erläuterte den Planungsstand sowie die Vorgehensweise für den Anschluss der Kommunen in der Region. Demnach ist alles in fünf Einzelabschnitte mit jeweils zehn bis elf Gemeinden eingeteilt. Davon ist der erste Teil mit zwölf Gemeinden abgeschlossen, und weitere sechs Kommunen haben den Anschluss selbst vorfinanziert. Ulla Meixner sprach von einem großen Solidarprojekt, das nur mit Hilfe der Windmüller und der Gemeinden zu verwirklichen ist. „Es ist schon eine Hausnummer, so etwas in unserer dünn besiedelten Region hinzubekommen,“ so die Geschäftsführerin. Und um nach den Investitionen für den Ausbau auch Erträge hereinzubekommen, kann nur schrittweise geplant werden, welche Gemeinde angeschlossen wird. Dafür ist es notwendig als Breitbandgesellschaft einen guten Mix zu bringen. Das bedeutet, dass eine finanzstärkere Gemeinde im Rahmen der Solidargemeinschaft eine schwächere Kommune in der einzelnen Tranche mitzieht. Denn die Anschlusskosten pro Haushalt dürfen nach Vorgabe einen Betrag von 3500 Euro nicht überschreiten. Davon müssen 1500 Euro Eigenkapital sein. Deshalb ist man nach ersten Erfahrungen auch von der prozentualen Quote von 70 Prozent abgewichen und orientiert sich nach Erfolgs-Quote der Anschlüsse vor Ort. So kann es sein, dass einige Orte teurer werden, aber dafür andere konzentriertere Anschlüsse wieder preiswerter, so Ulla Meixner. Sobald Süderlügum in der Tranche dran ist, erfolgt eine Info-Veranstaltung für die Bürger. Auf Nachfrage erklärte die Geschäftsführerin, dass für die Haushalte keine Anschlusskosten in der ersten Phase entstehen und eine Telefon- und Internet Flat-Rate für 42,90 Euro pro Monat mit einer 24-monatigen Laufzeit zu haben ist.

Mehrheitlich stimmten die Gemeindevertreter der fünften Änderung des Bebauungsplanes Nr. 8 (ehemalige Abdeckerei) für das Gebiet Fohl, östlich der B5 und nördlich der Ortslage zu. Hier sollen die Vergrößerung des Imbisses eines Grenzmarktes sowie die Errichtung eines weiteren Imbisses im südlichen Bereich ermöglicht werden. Außerdem ist eine Überwegung durch den Grüngürtel für den LKW-Anlieferverkehr zu einem weiteren Grenzmarkt beantragt. Hier will die Gemeindevertretung zuvor aber sichergestellt haben, dass dort kein Kundenverkehr mit Privat-PKW durchfahren kann. Einstimmig erfolgte der Beschluss zur Übertragung der Trägerschaft des Gymnasiums FPS in Niebüll auf das Amt Südtondern ab dem 1. Januar 2015. In der Einwohnerfragestunde ging es um Anmerkungen zu neuen Baulandflächen in der Gemeinde. Wie Bürgermeister Christian Magnus Petersen dazu anmerkte, ist man erst in der Findungsphase und favorisiert derzeit die Erweiterung am Haberland- oder Kiebitzweg. Weiter berichtete er, dass die Kaufverträge für Flächen zum Bau des Radweges nach Westre geschlossen worden sind. Im Norden der Gemeinde ist eine Windmühle genehmigt und die Sanierungen der Brücke Flützholm sowie der Norder- und Jahnstraße sind abgeschlossen. Der Ausbau der B 5 im mittleren Nordfriesland verzögert sich weiter und „das ist auch unsere Lebensader“, bedauerte der Bürgermeister.

Weiter teilte er mit, dass ab dem 1. September im Kindergarten von montags bis donnerstags, jeweils bis 17 Uhr, eine Nachmittagsbetreuung für eine Gruppe eingerichtet wird. Hierzu ist eine neue Kraft mit 25 Wochen-Stunden eingestellt worden. Der Besuch von den Gemeindevertretern bei den Senioren zu Ehrentagen kommt sehr gut an, wie der Bürgermeister erfreut aus der Resonanz erfuhr. Bauausschussvorsitzender Hans Uwe Joldrichsen berichtete, dass die Sanierung im Gemeindehaus abgeschlossen ist, sich der Neubau des Radweges nach Humptrup aber weiter verzögert.

In der Sporthalle an der Grundschule ist ein Wasserschaden aufgetreten, der eine Erneuerung des Hallenbodens zur Folge hat. Deshalb muss der Sportbetrieb dort bis auf weiteres ausfallen, bedauerte Marion Kuhn. Der Boden ist 1970 zuletzt erneuert worden, wie eine bei den Abbrucharbeiten gefundene Zeitung dokumentiert. Weiter teilte Marion Kuhn mit, dass zwei Süderlügumer Familien von der Fachzeitschrift LandGang des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) im Rahmen eines Wettbewerbes für ihre besonders schön angelegten Gärten ausgezeichnet worden sind.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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