Sturm ließ Südtondern ungeschoren

Das Wasser stieg bis kurz vor die Deichkrone, wie die Treibselspur am Dagebüller Badedeich zeigt. Foto: dew
Das Wasser stieg bis kurz vor die Deichkrone, wie die Treibselspur am Dagebüller Badedeich zeigt. Foto: dew

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07. Februar 2011, 10:44 Uhr

Südtondern | "Es war ganz schön heftig. Aber es ist noch einmal gut gegangen." Für Erk Brauer, Disponent bei der Wyker Dampfschiffsreederei Föhr-Amrum (WDR) ist der erste schwere Frühjahrssturm 2011 ohne besondere Vorkommnisse über Inseln und Küste hinweg gezogen. "Wir hatten freilich Glück, dass es bei Windstärken von nur neun bis zehn blieb", fügte er hinzu. Doch soll der stürmische Südwest in Böen bis Stärke elf und elfeinhalb aufgefrischt sein.

Die kritische Phase des stürmischen Wochenendauftakts spielte sich in der Nacht von Freitag zu Sonnabend ab. Beim ersten Sonnabendhochwasser um 3.31 Uhr las Dagebülls Hafenmeister Andreas Petersen am örtlichen Pegel einen Stand von 2,25 Metern über dem mittleren Tidehochwasser (MTW) ab. Die Südmole war bis zur Hälfte überflutet, die Nordmole zu etwa drei Vierteln. Am Badedeich war die Höhe der aufgelaufenen Flut an der Treibselkante zu messen. Das Binnenland blieb vom Sturm weitgehend verschont. Im Autozugverkehr zwischen Niebüll und Westerland ist kein Sylt-Shuttle ausgefallen. Allerdings durften in den kritischen Nachmittags- und Abendstunden des Freitags keine Lkw und Wohnwagengespanne an Bord der Autozüge. Durch Rundfunkdurchsagen wurde rechtzeitig über Lage informiert. Fazit des Wyker WDR-Disponenten Erk Brauer: "Es war schon etwas aufregend, aber keineswegs schlimm."

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