Stürmischer Empfang für eine Majestät

Die Lammkönigin ist da. Kinder begrüßen die Majestät
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Die Lammkönigin ist da. Kinder begrüßen die Majestät

Auf dem Rathausplatz drehte sich gestern alles rund um das Thema Schaf / Ehrengast war Lammkönigin Kerstin I.

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14. Juni 2014, 05:15 Uhr

Die Nordfriesischen Lammtage 2014 machten gestern eindrucksvoll Station in Niebüll. Unter der Regentschaft von Kerstin I. von Dagebülldamm, der aktuellen Lammkönigin, spielte sich auf dem Rathausplatz sieben Stunden lang ein lebhaft-buntes Geschehen ab, organisiert vom Stadtmanager Holger Heinke.

Ihre Majestät geruhte mit dem Pony-Vierspänner, kutschiert von Volker und Helga Hansen, aus Richtung Deezbüll anzureisen. Auf dem Rathausplatz war sie sogleich von Kindern umringt, die noch nie eine „echte Königin“ leibhaftig vor sich hatten. Nach den ersten Honneurs betrat Königin Kerstin das Festzelt, in dem Besucher Platz genommen hatten und der Begrüßung von Bürgermeister Wilfried Bockholt lauschten. Anhand der Grußadressen waren bereits die Akteure des Tages auszumachen: an ihrer Spitze „Oberschäfer“ Christian-Ludolf Lorenzen-Nissen, die Chefin der Landfrauen Telse Brodersen, Anika Paysen aus dem Vorstand des Lammtage-Fördervereins, Gerhard Neumann, der neue Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, und Freunde und Angehörige rund um die auch für Südtondern landschaftstypische Schäferei.

Kinder des Montessori-Kinderhauses Sylter Bogen sangen zur Begrüßung. Der Bürgermeister gab den Startschuss zu einem ereignisreichen und informativen Tag. Telse Brodersen präsentierte ihr „Woll-Team“, das zeigte, wie das einmal so begehrte Produkt „von der schmutzigen Wolle bis zur fertigen Socke verarbeitet wird – übrigens akustisch begleitet vom Surren zweier Spinnräder. Die Lammkönigin: „Ich freue mich, hier in Niebüll zu sein.“

Der Niebüller Station der Lammtage war zum Auftakt recht gutes Wetter beschert, das bei den Lammtagen vor fünf Jahren nicht so gnädig war. Draußen vor dem Zelt wurden die zurzeit in der Region gehaltenen Rassen wie das Gotländer Pelzschaf, das Texel, Suffolk und weißköpfige Fleischschaf vorgestellt – eine Attraktion vor allem für die Kinder, die auch mal anfassen und streicheln durften. Für sie drehte sich auch ein Karussell. Und wer Hunger hatte oder „Appetit auf Lammfleisch“, an den war auch gedacht. Niebülls Stadtmanager hatte sich für den Niebüller Lammtage auch eine Wortschöpfung einfallen lassen und nannte diesen Tag einen „schafen Tag“.

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