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Immobilien-Kauf : Streit um Rickelsbüller Hof beigelegt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die bisherige Pächterin kann nun Besitzerin werden und darf den Rickelbüller Hof kaufen. Die Gaststätte bleibt weiterhin geöffnet

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 05:45 Uhr

In dem seit geraumer Zeit schwelenden Rechtsstreit der sechs Gemeinden des ehemaligen Amtes Wiedingharde gegen die Pächterin des Rickelsbüller Hofes, Renata Arcamone, ist vor der 3. Zivilkammer des Landgerichts Flensburg ein Vergleich geschlossen worden. Danach einigten sich die Parteien darauf, dass Renata Arcamone den Rickelsbüller Hof erwirbt.

Nach vollständiger Zahlung des Kaufpreises in monatlich gleichbleibenden Raten zuzüglich der jeweiligen Zinsen kann die Eigentumsübertragung vor einem Notar erfolgen. Dies wird nach dem vom Gericht vorgegebenen Zahlungsplan in acht Jahren der Fall sein. Inhalt des Vergleichs ist ferner, dass sich die Pächterin zur Teilzahlung auf rückständige Pachten, die aufgrund eines Minderungrechtes wegen Mängel zurückbehalten wurden, verpflichtet. Ebenso verpflichten sich die Kläger, einen Teil dieser Mängel zu beseitigen.

Renata Arcamone atmet auf und sieht zuversichtlich nach vorn. Sie setzt freilich auch darauf, dass die Rodenäser wieder in ihre Gaststätte einkehren und dass die Räumlichkeiten, wie früher, für Familien-, Vereinsfeste, Konfirmationen und andere Anlässe gebucht werden. Für Hans Peter Wilhelmsen, einem Nachbarn, ist es ungebrochene Gewohnheit geblieben, jeden Abend sein Bierchen im Rickelsbüller Hof zu genießen. „Ich verstehe die Leute nicht, warum sie draußenvor bleiben.“

Renata Arcamone, von Beruf eigentlich Lehrerin, die aber das Kochen bei ihrem Vorgänger Denis Löhndorf gelernt hatte, bietet je nach Wunsch ihrer Gäste polnische, italienische und deutsche Küche an – und jeden Sonnabend Schnitzel satt nach Wiener Art. Bei ihr kehren viele Gäste aus Dänemark ein, „die auch mal Piroggen oder Antipasti essen wollen.“

Die Restauranttester von „HolydayCheck“ erkannten dem Rickelsbüller Hof für 2013 fünf von sechs möglichen Sternen zu. Im März plant die Wirtin des Rickelsbüller Hofs einen Tag der offenen Tür. Das Datum steht noch nicht fest. „Aber wir werden alle Rodenäser herzlich willkommen heißen“, hofft sie auf eine versöhnliche Resonanz. Nach der Einigung besteht nun auch Klarheit für die Gemeinden Aventoft, Emmelsbüll-Horsbüll, Lübke-Koog, Klanxbüll, Neukirchen und Rodenäs, die lange Zeit über den Ausgang des Rechtstreits im Ungewissen waren - zumal nun Geld in die Gemeindekassen zurückfließen soll.


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