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Streichquartett Quatuor Kaléo zeigt Stärke

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Auf Einladung des Vereins „Pro Musica Niebüll e.V.“ gastierte am vergangenen Sonntag das Streichquartett „Quatuor Kaléo“ aus Frankreich im Niebüller Rathaus. Als 1. Vorsitzender der Gastgeber hieß Volker Scheibe die vier jungen, allesamt examinierten und im Umfeld von Paris konzertierend und musikpädagoisch tätigen Instrumentalisten sowie ihr mehr als 50 Musikfreunde umfassendes Publikum willkommen.

Bevor die vier Streicher – Estelle Perinelle (1. Violine), Sébastien Morlot (2. Violine), Thomas Lecoq (Viola) und Maélise Parisot (Violoncello) – den ersten Akkord erklingen ließen, dankte Letztere für die Einladung des Ensembles und übernahm sie die Aufgabe, die Versammelten in deutscher Sprache durch das Programm zu führen. Das Werk des Komponisten Alexander Porfirjewitsch Borodin, das dieser seiner Ehefrau widmete, stützt sich auf gefühlvolle, slawische Melodik: Romantik pur. Schon der erste Satz weist den Komponisten als besonderen Freund des Violoncellos aus, das auch das beseelte Hauptthema vorstellt, bevor die 1. Violine dieses übernimmt und fortspinnt. Zwei weitere Themen, in deren fließende Umsetzung auch die 2. Violine und die Bratsche einbezogen werden, treten hinzu, korrespondieren mit dem ersten und sorgen für zwischenzeitliche Spannung, die sich am Ende aber verflüchtigt. - Ein verspieltes, fröhliches Scherzo leitet über zum „Sahnestück“ der ganzen Komposition: dem träumerischen Nocturne, das anrührende Dialoge zwischen Cello und Geige aufweist und auch die Viola in „Gespräche“ mit dem Violoncello verwickelt. Das durch viele dahinjagende Achtel geprägte Finale gab allen vier Streichern Gelegenheit, ihre Virtuosität aufzuzeigen und das Werk auf höchst temperamentvolle Weise zu beenden. Im zweiten Teil des Konzertes interpretierte das Quartett „Quatuor Kaléo“ zwei der drei sogenannten „Salzburger Sinfonien“ von W.A. Mozart, die dieser als „Divertimenti“ betitelte. Den vier Streicherinnen und Streichern aus Paris gelang eine rundum überzeugende Darbietung, für die sich das Publikum mit lange anhaltendem Beifall bedankte. Daraufhin wartete das Quartett noch mit einer originellen Zugabe auf: einem Kanon von Variationen über eine in Russland allgemein bekannte, gefühlvolle Weise slawischen Charakters. Jede der in Leipzig gemeinsam herausgegebenen Variationen hatte ein anderer Komponist geschaffen. Die Autoren reichten von Artciboucheff, über Srijabin, Glasunow, Rimski-Korsakow und Ljadow bis hin zu Sokolow.



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erstellt am 25.Feb.2014 | 08:30 Uhr

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