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Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 13:53 Uhr

Stimmungsvolles Benefizkonzert

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

1500 Euro für das Flüchtlingscafé kamen durch den gemeinsamen Auftritt von Niebüller Gospelchor, Klångspal und Voicetime zusammen

Gleich drei Musikformationen aus Südtondern hatten sich am Sonntag in der Christuskirche zusammengefunden, um ein weihnachtlich gestimmtes Konzert aufzuführen. Der Erlös dient den Flüchtlingen, die in den Norden gekommen sind, um hier zu überleben, vielleicht eine neue Heimat zu finden.

Die Idee dazu hatte Almuth Fritzsche, die in Niebüll in der Arche Nordfriesland ein Flüchtlingscafé (immer mittwochs ab 13 Uhr, Bachstelzenring 1) anbietet. Sie wandte sich an Christine Burkard, Chorleiterin, Musikerin und Musikpädagogin aus Risum-Lindholm. Die Planung und Organisation war nicht einfach, schließlich galt es, die drei Chöre unter einen Hut zu bringen.

Am Nikolaustag war es endlich soweit. Der Niebüller Gospelchor machte den Anfang. Kantor Volker Scheibe hatte besinnliche Lieder ausgesucht. „Die Intention war, Stücke zu singen, die klingen.“ Und so gab es „Morning has broken“, den Klassiker mit viel Gefühl, „Chatter with the Angels“ aus Jesus Christ Superstar und ein tolles „Sister Act“-Medley, alles aus dem berühmten Musical mit dem christlichem Touch.

Bei „Feliz Navidad“ kamen bei den Zuschauern sogar körperliche Emotionen auf, da hieß es, Finger schnippen und dazu ein leichtes Wippen auf den Kirchenbänken. „Na, wie dat swingt”, meinte ein sprachkundiger Friese begeistert.

Das fünfköpfige Vokalensemble Voicetime sorgte danach für Furore. Das Quintett brillierte mit US-Weihnachtsliedern wie „Let it snow“. Doch auch „Als Maria durch den Dornbusch ging“ kam besonders gut an. Dann der Höhepunkt des Abends: „Carols of the bells“ – ein ungewöhnlich zusammengesetztes Lied, das seine Wurzeln in einem ukrainischen Volkslied hat. Die Stimmen von Christine Burkard, Marion Bernstein und Kerstin Bogensee klangen in der Superakustik der Christuskirche außergewöhnlich, glockenrein und silberhell. Das ging unter die Haut.

Das Musikensemble Klångspal aus Risum-Lindholm mit 26 Sängern sowie Musikern präsentierte einen tollen Mix aus folkigen bis jazzigen Liedern, eigenen Songs, aber auch ein gecoverte Lied von Godewind: „Und dat nich bloß to Wiehnacht“, das letzte Weihnachtslied, das Larry Evers geschrieben hat. „Shepherds Run” bot Gospel auf die flotte Art, „Down to Bethlehem“ feierte die Geburt des Christkinds sehr schwungvoll. „Air“ kam als Instrumentalstück daher, perfekt interpretiert vom vielseitigen Ensemble. Mit dem friesischen „Jam önj ekreep“, dem Kind in der Krippe, wurde es endgültig stimmungsvoll. „Weihnachten kommt über das Land“, eine gute Botschaft des Abends. Das Zeichen der Hoffnung, auch für die Flüchtlinge, die im Publikum vertreten waren. Zum Abschluss sangen alle drei Musikgruppen ein grandioses Finale, „Snee juchhe!“.

Beifall ohne Ende, aber keine weitere Zugabe. Geben konnte man am Ausgang. Almuth Fritzsche bedankte sich im Namen der Flüchtlinge; an Spenden kamen rund 1500 Euro zusammen.


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