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Niederländische Besucher : Stimmungsvolle Friesen-Freundschaft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Schlemmereien, Kaffeekultur und Polonaise durch den Saal: Wenn die niederländischen „Fryslanen“ kommen, ist die Freude grenzenlos groß.

Wenn die Friesen rufen, ist der Saal im Neukirchener Landgasthof Fegetasch stets voll besetzt. So auch beim schon traditionellen 56. Treffen der niederländischen Westfriesen aus West-Lauwers mit dem Friesenverein der Wiedingharde. Die Freude der beiden Vorsitzenden Peter Ewaldsen (Neukirchen) und Sikke Fokke Klaver (Deventer/Niederlande) bei der Begrüßung war dann auch entsprechend groß.

Die bunt gemischten Menschen aus beiden friesischen Volksgruppen ließen sich zunächst eine „Frische Suppe“ und Tafelspitz nach altfriesischer Art schmecken. Denn neben der Musik mögen die Niederländer auch besonders gern essen, „smakelijk eten“ oder „lekker ite“, wie sie sagen. Sikke Fokke Klaver, seit 14 Jahren Vorsitzender des Vereins „De Fryslanen“ in den Niederlanden, überreichte Präsente mit Spezialitäten aus seiner Heimat an seine nordfriesischen Gastgeber. Dazu auch das Westfriesische Liederbuch „Sjong Frysk“, denn beide Gruppen betonen: Musik kenne keine Grenzen und überwinde alle Sprachbarrieren.

Deshalb spielte als musikalischer Höhepunkt des Abends auch das bekannte nordfriesische Mundharmonika-Trio-Nord auf, wobei sie jeweils ein Hemd in den Friesenfarben gölj, rüüdj än ween trugen. Sie unternahmen eine musikalische Weltreise und rissen mit ihren gekonnten Darbietungen das Publikum mit. Es wurde mitgesummt, gesungen und sogar das eine oder andere Tänzchen gewagt. Beim Abschlusslied hielt es die Friesen nicht mehr auf ihren Sitzen, spontan marschierten sie in einer Polonaise unter der Friesenfahne durch den Saal.

Ein Nolde-Buch als Geschenk vom Friesenverein der Wiedingharde erhielt der Busfahrer der Westfriesen, Doede Lanting aus Veenwalden, der die Gruppe bereits zum 25. Mal nach Nordfriesland kutschierte. „Doede ist nicht nur ein hervorragender Busfahrer, sondern kennt sich in Nordfriesland und Süd-Dänemark genauso aus wie in seiner Heimat“, so Peter Ewaldsen in seiner Laudatio. „Nun bin ich schon 25 Jahre gefahren und immer noch der Jüngste der 52 Personen starken Gruppe,“ schmunzelte der immer gut gelaunte Busfahrer. Wie immer hatte er eine Reisebroschüre mit der Beschreibung, Karten und Fotos aller Stationen der Fahrt vom 17. bis 23. Mai verfasst.

So starteten die Westfriesen auf der Anreise im Park der Gärten in Bad Zwischenahn, und am Sonntag geht es immer in eine nordfriesische Kirche, dieses Mal nach Klanxbüll und anschließend in das Lindholmer Galerie-Café, bereits zum 19. Mal. Weitere Stationen sind das Naturkunde- und Friesenmuseum in Niebüll, der Bauernhof von Harald Freitag, Varde und die Insel Mandö in Dänemark sowie die Porzellanbörse in Hüllerup und Kappeln.

Die jährliche Busfahrt nach Nordfriesland wird immer vorher im September von einem vierköpfigen Team vor Ort vorbereitet. Die Westfriesen wohnen inzwischen immer in einem Hotel in Süderlügum. Von dort starten sie ihre täglichen Ausflugsfahrten, bei denen stets auch ein gemeinsames Kaffeetrinken zum festen Programmablauf gehört.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 08:00 Uhr

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