Stelldichein der Trommler und Bläser

Aufmarsch mit Pauken und Trompeten:  Zum Abschluss des Musikfestes traten die Spielmannszüge gemeinsam auf. Foto: ji
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Aufmarsch mit Pauken und Trompeten: Zum Abschluss des Musikfestes traten die Spielmannszüge gemeinsam auf. Foto: ji

Zehn befreundete Spielmannszüge mit 250 Akteuren gratulierten in Ladelund zum 25-jährigen Bestehen des Fanfarenzugs Karrharde

shz.de von
22. August 2011, 03:59 Uhr

Ladelund | Bei "Kaiserwetter" feierte der Fanfarenzug Karrharde gestern sein 25-jähriges Bestehen. Seiner Einladung zum Jubiläumsfest waren zehn befreundete Gastvereine gefolgt, deren 250 Spielleute, Trommler und Fanfarenbläser einen ganzen Tag lang für farbenfrohe Bilder und fröhliche Musik im Dorf sorgten.

Schon zwei Tage vor dem "Geburtstag" hatten sich die beiden süddeutschen Partnervereine des Jubilars, der Spielmannszug Hausen aus Baden-Württemberg und der Kolping Spielmannszug Oberviechtach (Oberpfalz/Bayern) im Ladelunder Sportheim, dem Vereinshaus der Gastgeber, eingefunden, um sich bei Grillgerichten, Getränken und unterhaltsamen Spielen auf das bevorstehende Großereignis einzustimmen. Die Gäste aus Bayern warteten dabei mit einer aus eigenen Reihen gebildeten Band auf, die auch bei der Einstudierung eines Volkstanzes mit allen Versammelten zum Einsatz kam.

Der Haupttag des Treffens begann mit einem Umzug, der von der dänischen "Ungdomsskole" bis zum Sportplatz der Grundschule Ladelund führte. In Abständen von jeweils einigen hundert Metern, eingehalten, um sich nicht gegenseitig beim Musizieren zu stören, legten die bunt uniformierten Gruppen die gut zwei Kilometer lange Strecke zurück, allen voran der Spielmannszug Hattstedt. Ihm folgten der Spielmannszug Langenhorn, die Spielleute Freie Turnerschaft Harrislee, der Schleswiger Spielmannszug, der Freie Fanfarenzug Niebüll sowie die Züge aus Rödemis, Oberviechtach und der mit dem Spielmannszug Hausen gemeinsam marschierende Fanfarenzug Karrharde. Die Bredstedter sowie die Jübeker Spielleute trafen wegen anderweitiger Verpflichtungen erst später in Ladelund ein. Am Ziel nahmen alle Gruppen auf dem Sportplatz Aufstellung. Vorsitzende Andrea Hintze begrüßte besonders den Ehrenvorsitzenden Nis-Peter Petersen und den Ladelunder Ehrenbürgermeister Manfred Oechsle. Letzterem hat der Fanfarenzug Karrharde sein Zuhause im Sportheim zu verdanken.

Wie die Vorsitzende ausführte, wird beim Fanfarenzug Karrharde nicht nur außerordentlich fleißig geübt und bei unterschiedlichsten Anlässen in der heimischen Region musiziert, sondern auch die allgemeine Jugendarbeit groß geschrieben. "Die Kinder und Jugendlichen erhalten bei uns die Gelegenheit, nicht nur viel zu lernen, sondern auch einen geselligen Umgang miteinander zu pflegen."

Die Jugendarbeit würdigte auch der Schirmherr der Veranstaltung, Ladelunds Bürgermeister Rüdigter Brümmer. "Der Fanfarenzug Karrharde spielt in unserer Gemeinde auf kulturellen Gebiet eine führende Rolle." Allgemein begeistert aufgenommen wurde der Vorschlag dreier Bürgermeister des ehemaligen Amtes Karrharde, Rüdiger Brümmer, Hannelore Schulze (Achtrup) und Werner Klingebiel (Stadum), das von ihnen mitgebrachte Wappen der Karrharde, das einst das Amtsgebäude zierte, an der Übungsstätte des Fanfarenzugs anzubringen. Amtsdirektor Otto Wilke überbrachte die Grüße des Amtes Südtondern, Joachim Brodersen die des Kreisjugendrings Nordfriesland und Pastor Hans-Joachim Stuck die guten Wünsche der Kirchengemeinde Ladelund.

Alle am Fest beteiligten Gruppen musizierten auf musikalisch-technischem erstaunlich hohem Niveau zunächst separat, um sich am Ende gemeinsam zu formieren.

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