zur Navigation springen

Kinderbetreuung : Stedesander Kindergarten muss improvisieren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Baugenehmigung für den Umbau fehlt – Mädchen und Jungen werden ab Mitte August in der Turnhalle und im Freien betreut.

Der Umbau des bisherigen Versammlungsraums im Stedesander Dörpshuus für eine Kindergartengruppe verzögert sich. Ursprünglich sollte dort ab dem 15. September eine weitere Gruppe betreut werden, da der Platz im bisherigen Kindergarten nicht ausreicht. Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres – in Stedesand ab dem 14. August – sei nun „viel Improvisationstalent erforderlich“, hieß es auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Ort. Wann genau der neue Raum den Kleinen zur Verfügung stehen wird, war zunächst unklar.

„Wir hoffen, dass es jetzt bald losgehen kann – einen neuen Termin haben wir leider noch nicht“, sagt Gemeindevertreter Sven Mathiesen. Grund für die Verzögerung sei unter anderem, dass der weitere Zeitplan von der Erteilung der Baugenehmigung abhängt. Diese Zustimmung, die vom Kreis Nordfriesland kommen muss, stünde bislang aus, sagt der Schriftführer.

„Wir sind gespannt, aber guter Dinge – sich verrückt zu machen bringt ja nichts“, sagt die Leiterin des Kindergartens in der Dorfstraße, Katrin Lewis. Mit Wald-,Garten und Turnhallentagen wollen sie und ihr Team dafür sorgen, dass die zunächst rund 40 Kinder „weg von der puren Aufbewahrung“ fachgerecht betreut werden, solange der Extraraum fehlt. Wenn alles fertig ist, können 50 Kinder in der Einrichtung beaufsichtigt werden.

Zwar stagnieren die Umbauarbeiten, aber zumindest die Kosten dafür fallen um 5300 Euro geringer aus als zunächst geplant. 137  600 Euro sollen jetzt unter anderem für die Vergrößerung des Bades sowie dessen Ausstattung mit kleinen Waschbecken und Toiletten, eine neue Beleuchtung, die Renovierung des Eingangsbereichs sowie eine neue Tür zum Garten bezahlt werden. Die Gemeinde hatte die Summe zuvor nur geschätzt – die eingeholten Angebote der Firmen waren dann preiswerter.

In dem Raum im Dörpshuus, in den jetzt die Kinder einziehen sollen, trafen sich bisher unter anderem Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie TSV und Feuerwehr zu ihren Sitzungen. Ihnen steht jetzt vorübergehend das TSV-Vereinsheim zur Verfügung. Dieses war zuvor „etwas modernisiert“ worden, damit es den örtlichen Vereinen und Verbänden übergangsweise als Veranstaltungsraum dienen kann, teilte Bürgermeister Stephan Koth auf der Sitzung mit. Eine Dauerlösung soll das allerdings nicht sein, denn die Gemeinde plant den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses – das jedoch kostet nach ersten vorsichtigen Schätzungen rund 300  000 Euro. Wann dieser Bau in Angriff genommen wird, ist noch unklar.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 06:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen