Stedesand will vorerst keine weiteren Windräder genehmigen

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27. Mai 2015, 13:25 Uhr

Mehr Windkraftanlagen als die beiden im Bürgerwindpark Schnatebüller Koog/Leck geplanten sind zurzeit „nicht drin“. Das erklärte Bürgermeister Stephan Koth auf Anfragen von Bürgern in der 9. Sitzung der Gemeindevertretung. In der Einwohnerfragestunde war Bezug auf ein Urteil des OVG Schleswig genommen worden, nach dem die Regionalplanung des Landes in ihren Grundzügen gekippt worden war. Der Bürgermeister berichtete, dass in den nächsten zwei Jahren keine Anlagen genehmigt würden. Sollte man der Gemeinde Stedesand den Bau von Anlagen zugestehen, wäre das aber einer Überlegung wert. „Doch wenn ein Nein von den Bürgern kommt, läuft nichts“, sagte Koth und ließ allerdings offen, was die Zeit bringt. „Wir sind in einer Findungsphase. Es besteht zurzeit kein Handlungsbedarf. Es ist kein Thema.“

Das Baugebiet 5 „Mühlenfenne“ soll um eine Fläche für etwa acht Baugrundstücke erweitert werden. Hierfür fasste die Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluss für die 5.Änderung des Flächennutzungsplans sowie die 3. Änderung des dort geltenden Bebauungsplans. Die Gemeindevertretung stimmt in einem zweiten Anlauf der „Richtlinie des Europäischen Parlaments und Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ zu. Durch die Gemeinde im Zuge der B 5 fahren täglich 10  100 Kfz. Ein neuer „leiser“ Asphalt sei erst dann möglich, wenn er fällig ist. Und weniger als 50 km/h in der Ortsdurchfahrt der B 5 sowie eine Ampel am nördlichen Ortseingang würden nicht genehmigt.  



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