Stedesand bekommt neuen Windpark

Raum schaffen für sieben neue Windkraftanlagen: Baggerarbeiten im Schnatebüller Koog.
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Raum schaffen für sieben neue Windkraftanlagen: Baggerarbeiten im Schnatebüller Koog.

Windkraftprojekt im Schnatebüller Koog soll 14 Altanlagen in Eiderstedt und auf der Insel Pellworm ersetzen / Bürger können Anteile zeichnen

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24. Juli 2015, 10:16 Uhr

Im Schnatebüller Koog haben die Bauarbeiten zur Entstehung eines Windparks mit sieben Anlagen begonnen. Es handelt sich um ein gemeindeübergreifendes Repower-Projekt, das 14 Altanlagen in Eiderstedt und auf der Insel Pellworm (beides sensible Bereiche), ersetzen soll. Beteiligt sind Stedesand mit zwei und Leck mit fünf Windrädern. Begonnen wurde jetzt mit den beiden Stedesander Anlagen. Der zu den Mühlen führende Schotterweg ist bereits angelegt. Zurzeit sind Bagger im Gange, die das Einbringen der Fundamente vorbereiten.

Initiator des Projekts ist Landwirt Haye Nissen, der auch die Geschäftsführung der „Windpark Schnatebüll Repowering GmbH & Co. KG“ gemeinsam mit Hans-Henning Carstens und Volker Storm innehat. Um die Baugenehmigung zu erhalten, mussten sich die Betreiber der Altanlagen zu deren Rückbau verpflichten. Das sei bereits geschehen, teilte Haye Nissen mit. Dafür sind die Altanlagenbesitzer am Repowerprojekt beteiligt.

Außerdem können sich Bürger beider Gemeinden beteiligen. Das kann erst dann geschehen, wenn der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) abzusegnende Verkaufsprospekt vorliegt. Dieser sei in Arbeit und soll im Oktober/November fertiggestellt sein. Danach können interessierte Bürger aus Stedesand und Leck bis zum Jahresende Anteile zeichnen. Die Baugenehmigungen für alle sieben Windkraftanlagen liegen vor. Planung und Vorbereitungen seien recht aufwändig gewesen, heißt es aus der Geschäftsführung, weil viele verschiedene Interessen unter einen Hut gebracht werden mussten.

Auch in der Umsetzung der Baumaßnahme zeichnet sich ab, dass es sich bei diesem Windpark um ein anspruchsvolles Projekt handelt. Kompliziert und aufwändig seien die Gründungsarbeiten im Stedesander Bereich. Zurzeit wird davon ausgegangen, dass die beiden Stedesander Anlagen gegen Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Mit dem Bau der fünf Lecker Anlagen soll im ersten Halbjahr 2016 begonnen werden.

Die Windkraftanlagen im Schnatebüller Koog haben eine Leistung von 3,2 Megawatt. Hersteller der Anlagen ist die Firma Enercon. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 30 Million Euro. Die Höhe der Bürgeranteile steht noch nicht fest.


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