Börsenspiel : Start von „Tradity 2.0“

Zur zweiten Staffel des von Niebüller Schülern entwickelten Börsenspiels werden 4000 Teilnehmer erwartet.

shz.de von
12. Juni 2014, 05:30 Uhr

Das von Schülern der FPS entwickelte Börsenspiel „Tradity“ schreibt schon in seinem ersten Jahr eine Erfolgsgeschichte. Die Niebüller Gymnasiasten Moritz Funk, Ba Khai Tran, Lukas Mayer und Noah Leonavicius brachten das Spiel als Schülerprojekt auf den Weg und haben mittlerweile einige Tausend User wie Schüler und Studenten mit der vermeintlich geheimnisvollen Welt von Börse, Wirtschaft und Finanzen vertraut gemacht. Tradity ist nicht nur ein Börsenspiel. Vielmehr ist es ein Stück finanzieller Bildung, wie sie an den Schulen allenfalls nur in geringem Maße auf dem Stundenplan steht. Das ließ die pfiffigen Friedrich-Paulsen-Schüler ausbrechen, kreativ werden und auch andere dazu zu bewegen, am Einblick in die Börsenwelt teilzuhaben.

Das Engagement der Niebüller Schüler fand bereits bundesweit Anerkennung. In einem von der Nürnberger Teambank ausgeschriebenen Wettbewerb, in dem es um kreative Projekte in der finanziellen Bildung ging, holten sich die jungen Nordfriesen Platz zwei. Von 100 000 im Onlinevoting abgegebenen Stimmen entfielen 21 000 auf die Niebüller.

Junge Menschen dazu zu bewegen, sich mit der Materie zu befassen, erfolgt über den Weg des Börsenspiels. Wettbewerbe erhöhen den Anreiz des Spiels. In diesem geht der Spieler mit einem fiktiven Startkapital von 100 000 Euro ins Rennen, das in (bestmögliche) Aktien investiert wird. Er kann aber auch in einen fähigen Teilnehmer (Leader) investieren, dem er einen Teil seines Kapitals anvertraut. Im Erfolgsfall bekommt der folgende Spieler (Follower) den Gewinn, abzüglich eines Anteils für den Leader. Das Ganze ist vor allem auch ein (allerdings gewinnorientierter) Lernprozess – ein sogenanntes Social-Trading. Die Höhe des Gewinns ist das entscheidende Kriterium für die Platzierung im Wettbewerb.

Die erste Runde im Börsenspiel ist abgeschlossen. Jetzt startet die zweite Runde. Mitmachen können nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch Erwachsene aus Niebüll und Umgebung . Den Staffelsiegern winken eine Mittelmeerreise für zwei Personen und wertvolle Preise.

Der Startschuss erfolgte jüngst (mit musikalischer Begleitung von „Roast Apple“) in der VR-Bank, die Hauptsponsor der Niebüller Tradity-Organisatoren ist – an der Spitze Bankkaufmann Carl-Bahne Andresen und als Verbindungsmann Thore Daub.

Die zweite Tradity-Staffel startet gleich in zwölf deutschen Städten. So werden etwa 4000 Teilnehmer erwartet. Wer mitmachen und/oder wissen möchte, wie das „Social Networking“ in Verbindung mit der Börse funktioniert, kann sich im Internet unter www.tradity.de/niebuell anmelden.

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