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Es geht auch anders : Starkes Wir-Gefühl in der Gemeinde

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bramstedtlunds Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen lobt beim Neujahrsempfang das Engagement der Einwohner. Auch, wenn das Projekt Quartiersmanagement aufgrund der Folgekosten vom Tisch ist, will die Gemeinde ein eigenes, kleines Netzwerk gründen.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Zu einem gemütlichen Treffen für Jung und Alt gestaltete sich der Neujahrsempfang in Bramstedtlund. Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen nutzte die Gelegenheit, auf besondere Vorkommnisse und Entwicklungen in ihrer 200 Personen zählenden Gemeinde hinzuweisen.

Ihren Jahresrückblick begann sie mit dem Hinweis, die neue, mit zwei Fraktionen angetretene Gemeindevertretung habe bislang harmonisch zusammengearbeitet und bereits vieles bewegt. So seien die Planungsarbeiten und erste Straßenbaumaßnahmen für den „Bürgerwindpark Brebek“ bereits in Angriff genommen worden. Leider müsse man damit rechnen, dass – aufgrund eines Einspruchs der Bundeswehr – statt der geplanten 13 Anlagen nur neun aufgestellt werden dürfen. Angedacht sei die Realisierung des Projektes „Bürgerwindpark Bramstedtlund“ für die Nutzung von Altanlagen (Repowering) im Bereich der Windeignungsfläche im östlichen Gemeindegebiet. Entsprechende Verhandlungen mit Landanliegern seien bereits geführt worden. Wegen der Einwände der Abhörstation „Kastagnette“ liege jedoch ein Grundkonzept noch nicht vor.

Im April habe sich unter der Leitung des heutigen Ortswehrführers Helge Petersen ein Team zusammengefunden, um für die Gemeinde eine Webside zu erstellen. Die Homepage sei inzwischen unter der Internet-Adresse www.Bramstedtlund.de ins Netz eingestellt worden. Dem fleißigen Arbeitsteam gebühre dafür Lob und Dank. Als Beweis für das gute „Wir-Gefühl“ in der Gemeinde Bramstedtlund wertete Rosemarie Lorenzen auch, dass Lothar Oechsle aus eigenem Antrieb alle Ruhebänke im Außenbereich neu gestrichen habe. Der Pflege der Dorfgemeinschaft hätten auch diverse Veranstaltungen gedient, darunter ein Rasenmäher-Ringstechen, je ein Dorf- und Kinderfest und ein öffentliches Laternelaufen.

Mit der Auflösung der Bundeswehr-Liegenschaften (Sanitätsdepot) sei vor Ende 2016 nicht zu rechnen, so die Bürgermeisterin weiter. Gespannt sehe man dem geplanten Einsatz des Ladelunder „Bürgerbusses“ entgegen, von dem sich die beteiligten Gemeinden als Ergänzung, nicht Konkurrenz zum ÖPNV, eine Verbesserung der Mobilität der Einwohner versprechen.

Die Idee der Leiterin der DRK-Sozialstation in Ladelund, Friedlinde Grabert, nach dem Prinzip eines „Kümmerers“ ein Quartiersmanagement zu installieren, habe angesichts der Folgekosten noch keine Zustimmung gefunden. Die Bürgermeisterin regte jedoch an: „Wir sollten in unserer beschaulichen und deshalb überschaubaren Gemeinde Bramstedtlund auf ehrenamtlicher Basis ein eigenes, kleines Netzwerk sozialer Art gründen.“ Helma Oechsle habe sich schon bereit erklärt, den Telefondienst zu übernehmen. Die Grundidee des Vorhabens ziele darauf ab, auch älteren Einwohnern zu ermöglichen, lange in ihrer Gemeinde wohnen zu bleiben. „Wir sollten bestrebt sein, durch kluge Kooperation kleine Orte zu erhalten“, zitierte die Bürgermeisterin abschließend den Umweltminister Robert Habeck.

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