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Festival Folk Baltica 2017 : Starke Stimmen aus dem Norden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Festival Folk Baltica bringt außergewöhnliche Künstler nach Südtondern – darunter schwedische A-capella-Kunst.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 10:55 Uhr

„Erstmals waren wir im vergangenen Jahr in der Christuskirche in Niebüll zu Gast – und so begeistert von ihrer Akustik, dass wir in diesem Jahr gleich wieder kommen“, schwärmt Juliana Christiansen, Geschäftsführerin von folkBaltica. „Die Kraft der Stimme“ ist der außergewöhnliche Konzertabend am 18. Mai ab 20 Uhr in Niebüll benannt. Einen Abend später ist das deutsch-dänische Folk-Festival ebenfalls ab 20 Uhr im Charlottenhof in Klanxbüll zu Gast. Beide Kultur-Highlights sind Stationen auf der „Großen Reise“, dem Motto der diesjährigen folkBaltica. Dieses bringt Künstler jenseits des baltischen Raums und sogar aus Amerika in außergewöhnliche Konzertstätten der Grenzregion, auch nach Südtondern.

Wie Rasmus Lyberth und seine Band. Musik ist für den Inuit-Sänger und Komponisten aus Grönland mehr als hören. „Dieser Künstler mit einer so großartigen Stimme ist Intuition pur, er folgt auf der Bühne ganz seinen Gefühlen“, sagt Harald Haugaard, der künstlerische Leiter des neuntägigen Festivals, über eine der Legenden der modernen Folkmusik. Rasmus Lyberth lädt sein Publikum dazu ein, „Musik nicht einfach nur zu analysieren, sondern die Augen zu schließen und mit ihr zu fliegen“.

„Doppelkonzerte machen einen besonderen Reiz des Festivals aus“, sagt Juliana Christiansen. „Schon deshalb, weil es spontan fast immer zu gemeinsamen, einzigartigen Auftritten kommt“, ergänzt Harald Haugaard. Dieses Vergnügen wird auch bei den beiden Gastspielen in Südtondern geboten. Neben Rasmus Lyberth werden in Niebüll vier weitere starke Stimmen zu hören sein – und zwar die von Emma Björling, Lotta Andersson, Anna Wikenius und Anna Larsson.

Klingt schwedisch und ist es auch. Klassisch, nordisch und facettenreich kommt das Repertoire des jungen A-capella-Quartetts Kongero daher, das auch mit Eigenkompositionen die Christuskirche gesanglich glasklar zum Strahlen bringen will. Viel Gefühl, eine fast magische Aura, Geborgenheit und Harmonie, aber auch Härten, überraschende Einschübe und Soli bietet das Programm von Kongero.

Vorfreude aufs Folk-Festival: Juliana Christiansen und Harald Haugaard.
Vorfreude aufs Folk-Festival: Juliana Christiansen und Harald Haugaard. Foto: werner
 

Wer an diesem Abend keine Zeit hat, kann die Visionen und scheinbar unendlichen gesanglichen Möglichkeiten der vier jungen Schwedinnen, die mit ihrem neuen Album zum Festival anreisen, einen Tag später, am 19. Mai, im Charlottenhof in Klanxbüll genießen.

Grandios talentiert sind auch die beiden jungen Dänen von „Matthæus & Sebastian“, die dort die zweite Konzerthälfte gestalten werden. Und zwar so kurzfristig verpflichtet, dass sie nicht im Programmheft stehen. Kontrabass und Geige, wie es sie im Zusammenspiel frischer und virtuoser kaum gibt, erwartet das Folk-Publikum.

Die Intention des Festivals hat sich seit der Premiere im Jahr 2005 nicht verändert. „Die Fokussierung bleibt die Musik und Kultur des deutsch-dänischen Ostseeraums, die die Menschen auf beiden Seiten der Grenze an besonderen Konzertorten zusammen bringen soll“, sagt Harald Haugaard, selbst Geigenspieler und Komponist. Die jährlich wechselnden Themen der folkBaltica haben vor zwei Jahren bereits zu einer kleinen Reise von der Ost- bis zur Nordsee geführt. In diesem Jahr wird der Bogen von der alten bis zur neuen Welt gespannt. „Anlässlich des Verkaufs der westindischen Inseln vor 100 Jahren reisen wir mit der Musik als Pass und gemeinsamer Sprache neun Tage lang von der Ostseeregion ins große Amerika“, sagt Juliana Christiansen. Die Künstler für die große Reise stammen aus dem über viele Jahre gesponnenen Netzwerk des künstlerischen Leiters. Harald Haugaard betont: „Südtondern kann sich auf zwei außergewöhnliche Konzertereignisse freuen.“

 

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