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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:22 Uhr

Schule : Standortschließung steht an

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Hauptausschuss des Schulverbandes Südtondern-Nord empfiehlt, die Außenstelle Wimmersbüll zum 1. August aufzugeben

Ab kommendem Schuljahr soll es für die „Emil-Nolde-Schule“ nur noch einen Schulstandort geben. Zu diesem Empfehlungsbeschluss kam jüngst der Hauptausschuss des Schulverbandes Südtondern-Nord. Ziel ist die Konzentration der in der Trägerschaft des Schulverbands bestehenden Gemeinschaftsschule auf den Standort Neukirchen. Danach wird die Außenstelle in Wimmersbüll (Gemeinde Süderlügum) zum 1. August dieses Jahres aufgegeben. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nicht ausgesprochen, und eine Übergangslösung für die Gebäudeunterhaltung in Wimmersbüll gesucht werden.

In der Begründung hieß es, die Schließung der Außenstelle Wimmersbüll würde für den Schulverband Südtondern-Nord eine erhebliche Kosteneinsparung bedeuten. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen sei es auch möglich, alle Schüler nur noch am Schulstandort Neukirchen (ohne Containerlösung) zu unterrichten. Wie Ausschussvorsitzender Friedhelm Bahnsen mitteilte, habe im Vorfeld dieser Empfehlung eine innerhalb des Schulverbandes gebildete Arbeitsgruppe intensiv über das Pro und Contra dieser Lösung beraten. „Die Konzentration auf einen Standort schafft klare und verlässliche Strukturen für Eltern und Schüler“, macht Schulverbandsvorsteher Bahnsen deutlich. „Zusätzlich wird die geplante Verschiebung des Schulbeginns von sieben Uhr fünfzehn auf etwa acht Uhr eine Entscheidung für den Besuch der Emil-Nolde-Schule attraktiver machen.“

Auch für Schulleiterin Petra Christiansen, die seit 1. Februar die Leitung inne hat, überwiegen die positiven Aspekte: „Unsere Schule bietet durch ihr überschaubares System mit fast schon familiärem Charakter die Möglichkeit, individuell auf unsere Schüler einzugehen und diese in Zusammenarbeit mit Familie, Schulsozialarbeit und Lehrkräften effektiv und zielorientiert zu fördern. Die Gewährleistung einer nahtlosen Eingliederung in die Berufswelt oder auch ein lücken- und stufenloser Weg bis zum Abitur sind uns ein besonderes Anliegen.“

Das Gremium hat sich für die Konzentration auf den Neukirchener Standort ausgesprochen, um Eltern eine Entscheidungsfindung zu erleichtern und Verlässlichkeit zu bieten. Darüber hinaus wirkt der Schulverband mit diesem Schritt auch einer drohenden Unterversorgung an Unterrichtsstunden entgegen. „Geringere Schülerzahlen bedeuten automatisch eine Absenkung der vom Land zugewiesenen Lehrerstunden“, bedauert Bahnsen, der neben der Wirtschaftlichkeit der Schule vorrangig das Wohl der Kinder im Blick hat.

Die Versammlung des Schulverbands Südtondern Nord wird am 18. Februar abschließend über die Empfehlung des Hauptausschusses beraten.

Des Weiteren fasste der Ausschuss den Empfehlungsbeschluss zu einer 1. Änderung der Satzung des Schulverbandes. Nach einem Vorschlag der Amtsverwaltung kann künftig auf einen Hauptausschuss des Zweckverbandes Schulverband Südtondern-Nord verzichtet werden – aus zweierlei Gründen: Zwischen den Sitzungen von Ausschuss und Verbandsversammlung seien innerhalb kürzester Zeit nahezu identische Themen behandelt worden. Der Hauptausschuss sei vornehmlich gebildet worden, um die Jahresrechnung des Verbandes zu prüfen, die ein Ausschuss aber nicht prüfen muss. Überdies werde ein Sitzungstermin eingespart, zumal auch alle Verbandsmitglieder auf demselben Informationsstand sind.

In einem letzten Punkt wurde die Frage angesprochen, ob Schüler des zehnten Jahrgangs außer zum Beruflichen Gymnasium nicht auch zur Friedrich-Paulsen-Schule wechseln können. „Wir streben diese Möglichkeit an“, erklärte Ausschussvorsitzender Friedhelm Bahnsen, ohne dass er einen Zeitrahmen nannte oder die genaueren Voraussetzungen ansprach. Es stünden jedoch Gespräche mit der FPS bevor.

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