zur Navigation springen

Stadtputz: Zwölfköpfige Mannschaft macht Niebüll winterfest

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Wir können uns während des ganzen Jahres über Arbeit nicht beklagen“, erklärte Niebülls Stadtgärtner und Leiter des städtischen Bauhofes Jochen Johannsen. Das gilt auch für diese Jahreszeit zwischen Sommer und Winter. Der Herbst ist für die zwölfköpfige Mannschaft und die zwei Auszubildenden zum Berufsbild Garten- und Landschaftsbau Erntezeit.

Doch es ist eine andere Ernte, die zu bewältigen ist. Denn „geerntet“ wird, was die Vegetation hinterlassen hat – vor allem Blumen, die verwelkt sind und sich aus dem ansonsten farbenfrohen Blütenteppich der städtischen Anlagen verabschieden und jede Menge Laub, dass sich in den Anlagen, auf Bürgersteigen und Plätzen angesammelt hat und seine Lage je nach Windrichtung wechselt. Der Bauhof hat eine Reihe von Geräten im Einsatz, die das Laub entweder aufsaugen oder es zu großen Haufen zusammenschieben, die abgefahren und „irgendwo“ zum Kompostieren gelagert werden.

„Alle Jahre wieder“, heißt es auch in den Anlagen, deren Bild die Sommerblumen bestimmten. Die welken Reste werden entfernt und machen Platz für die nachfolgende „Flora“, um die manch fremder Gast die Stadt beneidet und sie wegen ihres vielfarbigen Teppichs lobt. Für die Tulpen und Narzissen, die ersten Frühlingsboten des folgenden Jahres, werden schon jetzt die „Zwiebeln“ gesetzt. Spätestens im April verwandeln sie Stadtpark, Anlagen und etliche Stellen in der Stadt in ein Blütenmeer.

„Wir bekommen für unsere Arbeit immer wieder positive Rückmeldungen“, freut sich der Stadtgärtner Jochen Johannsen, der selbst Freude über das empfindet, was er und seine Mitarbeiter zustande bringen.

Nächster größerer Arbeitskomplex ist die Gehölzpflege. Bäume und Sträucher nehmen den ganzen Winter über viel Zeit in Anspruch. Der nahe Winter, der im vergangenen Jahr keiner war, dafür doppelt so streng im Jahr davor, erfordert schon jetzt erste vorbereitende Arbeiten. Im Stadtgebiet werden 18 Streusalzkästen aufgestellt, aus denen Salz für das Abstreuen von Gefahrenstellen entnommen werden kann.

In einem Schuppen auf dem Bauhof lagern 60 Tonnen Salz, das winterglatte Straßen und Wege befahrbahr machen soll – und einen Winter ausreichen sollte – oder auch nicht, wenn es ganz dicke vom Himmel kommt. Die Arbeit auf dem städtischen Bauhof ordnet sich im Winter zuweilen in keinen festen Dienstplan ein. Der Bürger merkt das, wenn er zu noch nachtschlafender Zeit den Straßendienst an seiner Haustür vorbeirauschen hört. Doch bis dahin ist es noch ein wenig hin. Oder auch nicht.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Okt.2015 | 11:02 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen