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Niebüll sucht Spender : Stadtmodell aus Bronze soll vor die Bücherei

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Eigenanteil der Stadt beträgt höchstens 28.000 Euro, das Geld aber soll möglichst durch Spenden aufgebracht werden.

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erstellt am 07.Mai.2016 | 05:15 Uhr

Das Stadtmodell – ein Miniaturmodell Niebülls aus Bronze, das in ihrer Sehkraft eingeschränkten Menschen sowie Sehenden eine Orientierung in der Stadt erleichtern soll – ist beschlossene Sache. Die Stadtvertreter einigten sich mit einer Gegenstimme und bei fünf Enthaltungen während ihrer jüngsten Sitzung, im Rahmen eines Nachtragshaushaltes auf einen Eigenanteil von mindestens 5000 und maximal 28  000 Euro für die Anschaffung. Veranschlagt wurden Kosten für das Bronzemodell in Höhe von 27  552,50 Euro sowie zusätzliche Kosten für den Sockel, die Herstellung des Untergrundes/Fundamentes sowie den Transport von etwa 5000 Euro.

Ziel aber bleibt es, möglichst viel Fremdkapital für das Projekt einzuwerben, um den Anteil der Steuerzahler so gering wie möglich zu halten. Bürgermeister Wilfried Bockholt soll gebeten werden, sich bis zum 30. September um Spenden zu bemühen. Interessierte hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt, hieß es. Derzeit liege eine Spendenzusage in Höhe von 5000 Euro vor, eine weitere in gleicher Höhe für den Fall der Verwirklichung.

Weiterhin soll versucht werden, Zuschüsse aus der „AktivRegion“ zu erhalten (deren nächste Vorstandssitzung ist am 12. Juli). „Grundsätzlich beträgt die Förderquote 55 Prozent der förderfähigen Nettokosten. Dabei kann es Zuschläge für eine amtsweite Wirkung des Projektes geben“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Vor der Abstimmung hatte Ralph Hoyer (SPD) noch einmal seine Bedenken angemeldet. „28  000 Euro – das ist richtig krass viel Geld“, sagte er. „Gerade erst wurden Steuererhöhungen beschlossen, um substanzielle Dinge wie Kitas, Schule und ähnliches zu finanzieren.“ Hendrik Schwind-Hansen (SPD) ergänzte: „Das ist viel Geld. Ich unterstütze das Projekt in den Grundzügen, eine Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt aber wäre besser gewesen.“

Als Standort für das Stadtmodell hatte Bürgermeister Wilfried Bockholt unlängst einen Flecken auf dem Rathausplatz vor der Stadtbücherei vorgeschlagen. Dort steht derzeit noch eine Rundbank. Diese soll aber aufgrund des barrierefreien Weges ohnehin verlegt werden.

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