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Stadt Niebüll realisiert mit dem beschilderten Marschenpark ein Naherholungsgebiet

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 29.Jun.2015 | 12:41 Uhr

Wie man eine Baustelle in ein Naherholungsgebiet verwandelt, das hat die Stadt Niebüll mit dem kürzlich eröffneten Marschenpark gezeigt (wir berichteten). Am westlichen Ende der Mühlenstraße gegenüber der Jugendherberge konnten zwei Projekte nacheinander erfolgreich realisiert werden: Erst wurde ein neues Rückhaltebecken gebaut, das Niederschläge aus dem südlichen Stadtteil auffängt und sie aus dem Becken in kontrolliertem Lauf in die Vorflut weiterleitet. Mit dem Erdaushub, der bei dem Bau des Beckens anfiel, wurden anschließend historische Deichprofile aus der Zeit von 1600 bis heute gestaltet.

Rund 870  000 Euro investierte die Stadt in das technische Bauwerk, Aushub und die Abdichtung des Beckens mit einem großen Schöpfwerk mit umfassender Pump- und Maschinentechnik, ein Auslassbauwerk, die Anlegung eines neuen Grabens und einer Staustufe im Niebüller Graben. Erst danach entstand das Konzept für die Erholungslandschaft. Dabei nahm das Folgeprojekt mit seinem landschaftsplanerischen Teil (Anlegung eines Rundweges, der Deichprofile) nur einen geringen Teil dieses Gesamtaufwandes ein und stellt damit „ein gutes Nebenprodukt“ dar, ist sich Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt sicher. Andernfalls hätten die rund 15  000 Kubikmeter Erde aus dem Aushub des Regenrückhaltebeckens mit hohem Kostenaufwand abgefahren werden müssen.

„Der Marschenpark ist insofern eine Symbiose aus der Notwendigkeit, mit hohem Aufwand ein Regenrückhaltebecken schaffen zu müssen und dem Wunsch der Stadt, am westlichen Grüngürtel Flächen für die Naherholung zu schaffen“, so Bockholt.

Der Plan der Stadt scheint aufzugehen – schon jetzt ist das Areal nicht mehr nur bei Hundehaltern beliebt, sondern zieht auch verstärkt andere Spaziergänger an.  

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