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Stadt für Senioren und Behinderte sicherer machen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Mal ist es eine Hecke, die die Sicht versperrt, mal ein Stolperstein, mal eine defekte Straßenlaterne: Diese und andere Mängel, aber auch Anregungen sollen die Bürger auf einem Formular ankreuzen und kurz beschreiben können. Das schlägt der Seniorenbeirat der Stadt Niebüll vor. Der Vorschlag wurde in der Stadtvertretung diskutiert und zwecks weiterer Bearbeitung an den Ausschuss für Bau und Verkehr verwiesen.

Formulare dieser Art werden, so der Hinweis im Antrag des Seniorenbeirats, in anderen Städten und Gemeinden bereits erfolgreich eingesetzt. Dem Bürger soll damit die Möglichkeit gegeben werden, auf Mängel hinzuweisen, ohne dass es denunzierend wirken soll. Entsprechend ist auch die Überschrift formuliert: „Wollen Sie Ihre Stadt und Umgebung loben oder haben Sie Anregungen?“ Ernst-Uwe Hansen vom Seniorenbeirat, der den Antrag zusammen mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen eingebracht hat, liegt es am Herzen, „dass auch Positives erwähnt werden darf“.

„Es ist wichtig, dass kein Denunziantentum daraus wird,“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Uerschels. Das ist damit keineswegs beabsichtigt, wie der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Manfred Steffens, unterstrich: „Es geht darum, das Zusammenleben etwas einfacher zu machen.“

Die CDU-Fraktion könne den Vorschlag nur gut finden, erklärte Vorsitzender Bernd Neumann mit einem dezenten Hinweis auf einen ähnlichen von seiner Fraktion im April 2013 eingebrachten Antrag und auf die Tatsache, dass es anderswo bereits gut laufe. Die CDU-Fraktion hatte ebenfalls ein Mängelformular angeregt, war damit aber gescheitert.

Erika Spaude (SPD) konterte: „Ihr Antrag lud zum Denunzieren ein.“ Sie sprach sich anstelle des Formulars für eine Person aus, die sich um solche Dinge kümmert: „Das ist frei von jeglicher Denunziation.“ Es gehe um Straßen und Wege, hielt Bettina Fritzsche (CDU) dagegen: „Wen schwärze ich da an?“. Bürgermeister Wilfried Bockholt betrachtete die Sache entspannter: „Wir sind auf eigene Wahrnehmungen angewiesen und darauf, dass es uns zugetragen wird“, meinte er zu möglichen Gefährdungssituationen und sah in dem Mängelformular „einfach eine Unterstützung unserer Arbeit“.

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