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Staatssekretär pro Fußgänger-Radfahrerbrücke

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein erster Erfolg für die Facebookgruppe NOB-Pendler Husum-Niebüll? Auf dem gestrigen Dialogtreffen mit dem Kieler Staatssekretär Frank Nägele (siehe auch Seite 6) versprach dieser, sich für eine Fußgänger-Radfahrer-Brückenlösung über die Gather Landstraße einzusetzen. Achim Bonnichsen, Klixbüller Unternehmer, der das Treffen mit 20 Pendlern initiiert hatte, setzt auf das Kieler Politikerwort. Nägele habe betont, dass er Versprechen einhalte. Zuvor hatten sich Arbeitnehmer aus Niebüll, Klanxbüll und Umgebung eindringlich zu ihrer Situation geäußert. „Ein Schwerpunkt war dabei das Problem der Busanschlüsse“, so Bonnichsen. Bauausschussvorsitzender Holger Jessen begrüsst grundsätzlich die Äußerung des Staatssekretärs. „Wir setzen alles daran, dass in diesem ersten Halbjahr Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Wir haben aber keine genauen Vorgaben, wie diese Brücke einmal aussehen soll.“

Bürgermeister Wilfried Bockholt gibt sich derweil entspannt: „Für mich ist diese Äußerung nicht wirklich neu. Wir haben das Land bereits so verstanden, dass der Stadt geholfen wird – wenn es denn soweit ist.“ Die Stadt lasse daher demnächst unterschiedliche Modellpläne von Fachbüros entwickeln. Darin sei alles enthalten, von der Fußgänger-, Radfahrer- bis zur Autobrücke. Warum der Staatssekretär sich für eine Fußgänger-Radfahrer-Brücke stark gemacht habe, konnte er sich nicht erklären.

Vielleicht war es der aufgeheizten Stimmung im Kirchensaal in Westerland geschuldet. Staatssekretär Frank Nägele sprach mit gedämpfter Stimme, nahm die persönlichen Anliegen der Pendler ernst – versprach allerdings keine Sofortlösung. „Ich hatte den Eindruck, Nägele wusste zunächst gar nicht so genau, worum es geht“, so Achim Bonnichsen. Der Staatssekretär gab der Facebook-Gruppe immerhin den Rat, weiter Druck zu machen. „Sie werden oben gehört“, sagte er zum Abschied.

Wenngleich eine neue Brücke vielen Pendlern helfen wird, die Gather Landstraße künftig problemlos zu kreuzen, so bleibt das Hauptanliegen der Protestgruppe, eine zuverlässige Zugverbindung zur Insel zu erreichen. Doch diese Lösung wird noch auf sich warten lassen.

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erstellt am 18.Feb.2016 | 17:35 Uhr

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