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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:58 Uhr

Sprakebülls Kasse auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Deutliche Mehrkosten für die Kindertagesstätten in der Gemeinde / Gemeindevertreter diskutieren über Finanzplanung

von
erstellt am 02.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Die Gemeindevertreter in Sprakebüll hatten einen Abend mit vielen Zahlen vor sich: Zu den wichtigsten Themen der jüngsten Sitzung zählte die Genehmigung der im Jahr 2014 angefallenen Haushaltsüberschreitungen im Gesamtbetrag von 512    941 Euro. Dem Vorschlag des Finanzausschusses folgend, segneten die Gemeindevertreter einstimmig alle Mehrausgaben ausnahmslos in vollem Umfang ab. Zu den höchsten Überschreitungen zählten ein verbuchter Tilgungszuschuss in Höhe von 161  738 Euro, diverse Kosten für den Ausbau der Fernwärme (84  527 Euro)und die Ausgaben für die Fertigstellung des Fahrradweges in Richtung Lütjenhorn (63  699 Euro). Zusätzlich waren bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik rund 20  000 Euro, bei der Verlegung von Leerrohren im Zuge der Breitbandversorgung 23  567 Euro nicht eingeplante Kosten angefallen. Der Anbau des Feuerwehrgerätehauses hatte 20  871 Euro, die Unterhaltung der Gemeindestraßen 10  449 Euro mehr als geplant gekostet.

Den – ebenfalls vom Finanzausschuss gründlich vorberatenen – Jahresabschluss 2014 trug Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern vor, bevor das Ergebnis einstimmig festgestellt wurde. Wie er ausführte, weist die Ergebnisrechnung einen Überschussbetrag in Höhe von 356  942 Euro aus. Dieser sei aber insbesondere dadurch entstanden, dass die Finanzausgleichsrückstellung aufgrund der Gemeindehaushaltsverordnung in voller Höhe hatte aufgelöst werden müssen. Dadurch hatte sich ein zusätzlicher Ertrag von 559  890 Euro ergeben. Die Finanzrechnung (Gegenüberstellung der Ein- und Auszahlungen) wies zum 31. Dezember 2014 einen Fehlbetrag von 453  635 Euro aus. Durch Übertragung eines Kassenbestandes von 79  622 Euro wurde das Defizit auf 374  012 Euro gesenkt. Der Fehlbetrag wurde zum einen dadurch begründet, dass ein Zuschuss für die Fernwärmeversorgung in Höhe von 233  200 Euro erst im Januar 2015 eingegangen war. Zum andern waren bei den Gewerbesteuern Mindereinnahmen von 116  314 Euro aufgetreten.

Wie es hieß, seien die Einnahmen aus der Gewerbesteuer erheblich höher als erwartet ausgefallen. Zudem habe der Verkauf von Baugrundstücken Mehreinnahmen in Höhe von 108  000 Euro erbracht. Es könne davon ausgegangen werden, dass die liquiden Mittel der Gemeinde zum Jahresende 2015 wieder einen positiven Bestand aufweisen werden.

Die Vorstellung des Haushaltes 2016 samt der zugehörigen Satzung zeigte auf, dass die meisten Ansätze gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig oder gar nicht verändert wurden. So bleiben die Hebesätze für die Realsteuern im Vergleich zum Jahr 2015 unverändert. Größere Abweichungen sind im Bereich der Schulkostenbeiträge für die verschiedenen Schularten zu erkennen, die um insgesamt 6300 Euro angehoben wurden. Der Kinderzuschuss, der im letzten Jahr zu überplanmäßigen Ausgaben geführt hatte, wurde nunmehr auf 5500 Euro festgesetzt. Ganz erheblich werden die Kosten für die Kindertagesstätten steigen: Die Ansätze klettern um 56  800 Euro auf nunmehr 86  800 Euro.

Gute Nachrichten für die Wehr: Eine Investition von 8  000 Euro ist für die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Sprakebüll mit Digitalfunkgeräten eingeplant.

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