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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:50 Uhr

Ringreiten : Sportlich in Spitzenform

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Konkurrenzringreiten der Karrharde mit 96 Teilnehmern offenbarte sich erneut als Werbung für den Traditionssport

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2015 | 05:00 Uhr

„Ich freue mich zu sehen, dass die alte Tradition des Konkurrenzringreitens der Vereine der östlichen Karrharde noch immer lebhaften Anklang findet“, erklärte Christian Nissen (Reminenhof) Vorsitzender des 1930 in Neupepersmark gegründeten „Konkurrenzringreitervereins der Karrharde“. Obgleich man immer wieder höre, dass die Ortsvereine sinkende Zahlen ihrer Reiter und Amazonen zu beklagen haben. In Achtrup war dafon nichts zu spüren, 96 Teilnehmer gingen an den Start. Sie waren auf dem Reitplatz neben der Achtruper Mühle „Jenny“ zu Pferde angetreten, um den gemeinde- und kreisübergreifenden Wettkampf mitzuerleben. Es waren Angehörige aller acht örtlichen Mitgliedsvereine: RV Achtrup, RV Holzacker-Stadum, RV Ladelund, RV Medelby, RV Sande, RV Tinningstedt, RV Weesby, und RV Westre. Die Zugehörigkeit der Ringreitervereine Medelby und Weesby (beide Kreis Schleswig-Flensburg) erklärt sich daraus, dass deren Heimatorte zur Zeit ihrer Gründung noch dem Amt Karrharde im Kreis Südtondern angehörten.

Nach einem gemeinsamen Reiterumzug durch das Achtruper Dorfgebiet gaben die Fahnenabteilungen aller Vereine in einem feierlichen Zeremoniell ihre Standarten ab, um sie an der Absperrung zum Reitplatz in einem Pulk zu präsentieren. Sodann ließ der Vorsitzende das Schleswig-Holstein-Lied anstimmen, bevor Reitchef Hans-Volker Ingwersen die Wettkämpfer auf zehn Galgen verteilte. Bei sonnigem, aber dennoch nicht zu warmem Sommerwetter durchritten die Reiterinnen und Reiter insgesamt je 30 Mal ihre Galgen und präsentierten sich sportlich in Spitzenform. „Die stechen ja heute wie die Wespen“, ließ sich ein erstaunter Zuschauer vernehmen, der seinem Favoriten die Daumen drückte.

Die Vorsitzende des ausrichtenden RV Achtrup, Kirsten Petersen, und der Bürgermeister der Gemeinde, Uwe Matthiesen, sprachen Grußworte. Beide begrüßten besonders den Ehrenvorsitzenden Nicolai Andresen sowie die Ehrenmitglieder Christian Bliesmann und Johann Petersen und bedankten sich bei der Familie Mielack für die Bereitstellung des für den Anlass geradezu idealen Reit- und Parkplatzes und bei den Helfern und Sponsoren für tatkräftige Unterstützung. Ein weiterer Dank galt der örtlichen freiwilligen Feuerwehr und der Polizei für die Absicherung des Umzugs und die geleistete Feuerwache.

Vor der Verkündung der Ergebnisse galt es für diverse Teilnehmer, die gleich viele Ringe gestochen hatten, ein „Umreiten“ zu absolvieren. Sodann wurden unter den kritischen Augen von drei eigens aus dem Amte Schafflund angereisten Schiedsrichtern (Nico Ewers, Merle Jensen und Peter Thomsen), die auch schon die Abgabe der Fahnen beobachtet und bewertet hatten, die Vereinsstandarten wieder eingeholt. Nach der Verlosung, bei der der Hauptpreis, eine rustikale Gartenbank, an Siegfried Petersen aus Westre fiel, verkündete Christian Nissen die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Wettkämpfe. Bei der Mannschaftswertung um das Banner der Karrharde wurden die Ergebnisse der jeweils sechs treffsichersten Reiter jedes Ortsvereins zusammengezählt. Dabei war es dem RV Westre – bereits zum vierten Male in Serie – gelungen, die begehrte Trophäe zu gewinnen. Für 165 gestochene Ringe hatten gesorgt: Nadja Carstensen (30), Inken Kruse (29), Monika Johannsen (28), Lisa Bossen (27), Iris Christansen (26 und Wiebke Nissen (24).

Die nächstbesten Tabellenplätze belegten der RV Ladelund (155 Ringe) und der RV Holzacker-Stadum (144). Bei der Einzelwertung gelang es Jan Thomsen (Medelby), seinen Königstitel vor Nadja Carstensen (Westre) und Inken Kruse zu verteidigen. Er und Nadja hatten das Idealergebnis von 30 Ringen erzielt, Jan aber beim Umstechen die besseren Nerven bewiesen. Inken Kruse folgte ihnen mit 29 gestochenen Ringen auf Platz Nr. 3.

Von allen Reiterabteilungen hatte die des RV Holzacker Stadum bei der Jury den stärksten Eindruck hinterlassen und mit 76,5 Punkten bewertet worden, gefolgt vom RV Achtrup (74,5 P.) und dem RV Westre (73,5 P.). Nach einer Ehrenrunde fanden sich Teilnehmer am Abend in den„Achtruper Stuben“ zum Reiterball ein.

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