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Nordfriesland Tageblatt

18. August 2017 | 19:09 Uhr

Sportfischer kritisieren Umweltzerstörung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Sportfischer sorgen sich um die Gewässer, die Gesundheit der Menschen und nicht zuletzt die Gesundheit der Fische: „Wir beobachten seit Jahren die Überdüngung der Ländereien und den durch Maisanbau völlig überzogenen Gülleeinsatz.“ Der Vorsitzende des Sportfischervereins Leck und Umgebung, Günter Ullmann, thematisierte diese Furcht auf der gut besuchten Jahresversammlung.

Nicht umsonst engagieren sich die Angler für den Gewässerschutz und sind ein anerkannter Partner, wenn es um Gewässer geht. Um auf die Verschlechterung der Fließgewässer durch erhöhten Düngeeintrag und einer ständigen Baggerung in den Auen aufmerksam zu machen, hat es ein Treffen mit dem Wasser- und Bodenverband Holt-Lütjenhorn-Medelby gegeben. Auch über die Bewirtschaftung der Flächen bis an die Uferkanten wurde gesprochen, wie es hieß.

Ebenso prangerten die Angler die Massentierhaltungen in den landwirtschaftlichen Betrieben an, die man schon als „Agrarfabriken“ bezeichnen könne. „Das gibt uns Anlass zur größten Sorge für unsere Gewässer, aber auch unseres Grundwassers“, betonte Ullmann. Die Sportfischer appellieren an alle, die die Verantwortung für diesen Missstand tragen: „Überdenken Sie ihr Tun und Handeln, so kann und darf es nicht weitergehen!“

Weiterhin hinterfragten sie, ob die Direkteinleitung von Klärwasser in die Lecker Au noch zeitgemäß und mit den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie noch vereinbar ist. „Hier bedarf es eines Gesprächs mit der Gemeinde Leck und konkrete Vorschläge zu Alternativen.“

Wie der Obmann der Gewässerwarte, Fritz Sick, berichtete, wurden im Vereinsgewässer in Bramstedtlund 170 Kilogramm Laichrotaugen, -rotfedern und Brassen sowie in die Obere Lecker Au 50  000 Meerforellenbrut und 1000 einjährige Meerforellen eingesetzt.

Auch Ehrungen wurden vergeben: Die Königskette des Vereins, der 85 Mitglieder zählt, erhielt Hans-Werner Weinrich, er hatte auch den größten Fisch, einen 4350 Gramm schweren Karpfen, geangelt. Den größten Raubfisch konnte Sönke Brodersen aus dem Wasser ziehen: Der Hecht wog 1500 Gramm. Fritz Sick wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Seit 1974 ist er Mitglied im Lecker Angelverein und seit 36 Jahren in der Vorstandsriege zu finden. „Du bist mitverantwortlich, dass die Meerforellenbestände in unseren heimischen Gewässern nicht ausgestorben sind“, sagte Ullmann.




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erstellt am 15.Feb.2016 | 13:06 Uhr

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