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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 11:37 Uhr

Spielerisches Lernen

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Das "I-Team" der FPS qualifizierte sich erneut bei Software-Challenge der Christian-Albrechts-Universität

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Niebüll | Das Informatik-Team der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) fiebert dem 14. Juni entgegen. An diesem Tag steigt in der Christian-Albrechts-Universität (CAU) das Finale der diesjährigen Software-Challenge. Dabei handelt es sich um einen seit zwei Jahren auch auf Bundesebene ausgetragenen Wettbewerb unter Gymnasien und Gesamtschulen, deren Abschluss zu einen Uni-Studium führen kann. Der Wettbewerb ist ein von der Wirtschaft und dem Bildungsministerium gefördertes Schulprojekt.

Das "I-Team" der FPS ist Titelverteidiger in diesem Wettbewerb. Es gewann 2012 und hat mit dem Erreichen des diesjährigen Finales erneut die Chance für einen Platz auf dem Treppchen. Nach der aktuellen Platzierung liegen die Computerspieler aus Nordfriesland nur auf Platz vier. Dieses Zwischenresultat kann jedoch nur Ansporn dafür sein, die Konkurrenz mit einem genialeren Programmierschritt auszutricksen.

Wie in den vorausgegangenen Challenges geht es auch dieses Mal um ein Spiel. Es hat den Namen "Cartagena". Nach einer vom Kieler Institut für Informatik programmierten Vorgabe sollen zwei Spieler in möglichst wenigen Schritten von A nach B gelangen. Die Schritte (Aufgabe) müssen die Kontrahenten allerdings selbst programmieren. Der Wettbewerb läuft übers ganze Schuljahr, erläuterte Studienrat Mark Matthiesen, der aus der FPS zwei Mannschaften in die diesjährige Challenge führte. In den drei bundesdeutschen Regionen Nord und zweimal Süd spielten in diesem Jahr 63 Schulteams mit 365 Teilnehmern drei Regionalligarunden aus. Die besten acht Mannschaften erreichten die Champions League, aus der sich ebenfalls die besten Acht für die Finalrunde qualifizierten. Für die vier besten Teams locken Geldpreise von 200, 300, 500 und 1000 Euro, den besten Spielern von der Industrie ausgelobte Stipendien.

Die Informatiker Prof. Manfred Schimmler (CAU Kiel) und Prof. Hans-Werner Lang (FH Flensburg) stimmten die Computerspieler der FPS auf die Schlussrunde 2013 ein und gaben Erläuterungen zum "Spiel mit dem PC", das freilich auf dem Challenge-Level, kein Spiel mehr ist, sondern wissenschaftliche Grenzen touchiert. "Wir wollen mit diesem Wettbewerb Schüler dazu motivieren, ein Informatikstudium anzusteuern", erklärte Manfred Schimmler. "Die Grundvoraussetzungen für sein Tun schöpft der Informatiker aus der Mathematik", fügte der Flensburger Hans-Werner Lang hinzu, der die Niebüller Gymnasiasten bereits länger betreut und auch dafür steht, dass sich möglichst viele Schüler für das "Handwerkszeug Mathe" interessieren sollten. Denn: "Lust auf Mathematik macht auch Lust aufs Programmieren und strategisches Denken."

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