Freizeitevent : Spielen in bester Gesellschaft

Die Spieletage sollen „die Leute vom Monitor wegbringen“, sagt Initiator Thomas Starck.
Die Spieletage sollen „die Leute vom Monitor wegbringen“, sagt Initiator Thomas Starck.

Am 17. November finden in Niebüll die 3. Deutsch-dänischen Spieletage statt.

shz.de von
10. Oktober 2018, 12:09 Uhr

Thomas Starck ist leidenschaftlicher Spieler. Vielleicht ist er sogar ein bisschen süchtig. Aber das ist nicht schlimm, es besteht bestimmt kein Therapiebedarf. Die Rede ist hier auch weder von Automaten- noch von Computerspiel, und es geht ebenso wenig um das Zocken in einem Spielcasino. Thomas Starck liebt vielmehr Gesellschaftsspiele, und damit ist er in seinem Wohnort Leck nicht alleine. Acht Mitglieder zählt die Spielegilde „Die Anderen“, und bei Brett- und Würfelspielen macht ihnen keiner so schnell etwas vor.

Vor zwei Jahren hat die Gruppe zusammen mit dem SSF in Niebüll den „Deutsch-dänischen Spieletag“ aus der Taufe gehoben. Etwa 200 Teilnehmer fanden bei den ersten beiden Veranstaltungen jeweils den Weg in die dänische Schule. Am Sonnabend, 17. November, steht nun die dritte Auflage unter dem Motto „Spil uden grænser – grenzenlos spielen“ auf dem Programm.

Schon lange trugen Thomas Starck und seine Mitstreiter die Idee eines Spieletages mit sich herum, aber aus verschiedenen Gründen wurde sie immer wieder verworfen. Bis der SSF mit Kim Petersen an der Spitze mit ins Boot stieg. „Das ist eine kulturverbindende Aktion, die gut angenommen wird“, war Starck mit der Teilnehmerzahl in den ersten beiden Jahren zufrieden. „Das Motto ließ sich ganz gut verwirklichen“, sagt der 53-Jährige. Für den diesjährigen Spieletag wünschen sich die Verantwortlichen noch mehr Mitspieler, gerne auch solche von jenseits der dänischen Landesgrenze.

Grenzenlos gilt nicht nur für die Herkunft der Teilnehmer, sondern auch für deren Alter. „Vom Kleinkind bis zur Oma ist alles vertreten“, erklärt der Spieletag-Sprecher, dessen Sohn Kai (25) sich übrigens gerade als Spieleautor versucht und zusammen mit einem Gleichgesinnten ein Strategiespiel entwickelt hat.

Für die Ausstattung der Veranstaltung mit Spielen sorgen zum einen Verlage, die ihre Neuheiten bei so einer Gelegenheit gerne unters Volk bringen; ein Grund, weshalb „Die Anderen“ regelmäßig große Spielemessen besuchen, schließlich müssen Kontakte gepflegt werden. Und auch viele örtliche Sponsoren unterstützen den Deutsch-dänischen Spieletag.

Die Veranstalter wollen anderen Vereinen oder Gruppen auch die Gelegenheit bieten, sich zu präsentieren. In diesem Jahr wird dies beispielsweise der Bridge-Club Niebüll sein; auch die Stadtbibliothek, die längst nicht mehr nur Bücher verleiht, hat das Angebot erhalten. Deren Teilnahme ist aber dem Vernehmen nach noch offen.

Außer der völkerverbindenden Idee verfolgen die Organisatoren auch noch ein anderes Ziel. „Wir wollen die Leute vom Monitor wegbringen“, verrät Thomas Starck.

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