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Hauptstraßenvergnügen in Niebüll : Spiel, Musik und Tanz in der Hauptstraße

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In Niebüll stand am Sonnabend das Vergnügen im Vordergrund: Besucher konnten die Stadt von oben erleben.

Wenn man „open air“ feiert, braucht man gutes Wetter. Das hatte der HGV bei seinem 31. Hauptstraßenvergnügen in reichem Maße. Es regnete nicht, und es war windstill. Nur die Sonne kam erst in der letzten Stunde des Festes. „Aber man kann nicht alles haben“, sagte HGV-Geschäftsführer Holger Jessen, der alles in allem zufrieden war. Die Besucherzahl beim Niebüller Straßenfest lag wieder im fünfstelligen Bereich. Die Stimmung war gut. „Was wollen wir mehr?“

Schon beim Start um 10 Uhr herrschte reger Betrieb in der Innenstadt. Das lag nicht zuletzt auch am Wochenmarkt, der vom Rathausplatz weichen musste und in die Böhmestraße verlagert wurde, wo er wegen der Enge eine besondere Atmosphäre erzeugte. Man kam sich im wahrsten Sinne näher. Das erzeugte Kontakte, Gespräche und Begegnungen.

Der Freie Fanfarenzug eröffnete das Straßenfest und damit auch die musikalischen Darbietungen während der folgenden Stunden. Bis 18 Uhr wechselten die Bands Alike und Roast Apple sowie Straßenmusikantin Norma einander ab. Ab 20 Uhr spielte die Showband „Tonados“ bis Mitternacht dem Rathausplatz und versetzte dort die finale Stehparty in beste Laune. Aus der Band, deren Musiker in Kiel und Umgebung zu Hause sind, war Drummer Helge Jannsen zu erkennen, ein Ex-Niebüller. Der HGV hatte die stark gebuchte Band vor zwei Jahren erstmals nach Niebüll geholt. Ein guter Griff. Im Zelt auf dem Marktplatz bot Peter Raffelhüschen eine Alternative mit Musik und Tanz.

Doch zurück auf die Hauptstraße. Nummer eins der Attraktionen war zweifellos der sh:z-Ballon am Haizmann–Museum, geordert vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, an einem Wille-Kran auf 40 Meter Höhe gezogen, aus der freie Sicht bis zur Küste möglich war und aus der man dem Treiben in Hauptstraße aus ungewohnter Perspektive zuschauen konnte.

Die Ballonfahrer Franziska Hann und Tom Stricker von der Aero Ballooning Company halfen stündlich bis zu 100 Passagieren in den Korb, der am Haken eines Superkrans hochgehievt wurde. Weitere Neuheiten des Straßenfestes waren das Entenangeln für die Kinder, der Pizza-Stand und überhaupt die stärker vertretene Gastronomie, die den externen Besuchern den Nachhauseweg zum Mittagessen ersparte. Übrigens war Sonnabend auch der „Weltfischbrötchentag“, was nur wenige wussten, die sich den maritimen Leckerbissen schmecken ließen. Nicht vergessen werden darf das HGV-Organisationsteam, das sich (ehrenamtlich) ins Zeug gelegt, alles vorbereitet und für einen reibungslosen Verlauf gesorgt hatte.

Das Programm in der Hauptstraße war wie immer reichhaltig. Kurt Keller, Universalkünstler aus Flensburg und bekannt auch aus der Niebüller Vorweihnacht, unterhielt in mehreren Rollen, blies Seifenblasen in den nordfriesischen Himmel, war auf Stelzen unterwegs und hatte mehrere unterhaltsame Acts drauf – zum Schmunzeln und zum Staunen.

Hinzu kamen die vielen Aktionen auf dem Bürgersteig vor den Ladentüren: vom Gratiszugriff auf Ladenhüter, von der Goodwillaktion für die Jugendfeuerwehr, oder dem Lukas und dem einen oder anderen Schnäppchen war zu haben, was man gebrauchen konnte. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten: entweder im Karussell oder beim lustigen Kräftemessen vor der VR-Bank.

Der HGV verbindet das Hauptstraßenvergnügen mit einem Dank an Kunden, die dem örtlichen Handel und Wandel die Treue halten. Diesem Anliegen ist er jetzt über drei Jahrzehnte gerecht geworden – auf kreative und unterhaltsame Weise. Und schrieb damit eine Erfolgsgeschichte. Das Hauptstraßenvergnügen ist ein lieb gewordener Termin im Veranstaltungskalender der Stadt geworden. So sollte es bleiben.



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