Glätte in Südtondern : Spiegelglatte Fahrbahn: Zwei Unfälle mit Lastwagen sorgen für Verkehrsbehinderungen

Mit zwei Spezialfahrzeugen wurde der Lastwagen in Aventoft wieder auf die Straße gesetzt und konnte seine Fahrt mit gut sechsstündiger Verspätung fortsetzten.
Mit zwei Spezialfahrzeugen wurde der Lastwagen in Aventoft wieder auf die Straße gesetzt und konnte seine Fahrt mit gut sechsstündiger Verspätung fortsetzten.

Zwei Fahrzeuge rutschten auf glatter Straße in den Graben. Die L191 bei Dagebüll blieb für neun Stunden gesperrt.

shz.de von
20. Januar 2018, 03:09 Uhr

Aventoft/Dagebüll | Straßenglätte hat in der Nacht zum Freitag sowie im Laufe des Tages in Schleswig-Holstein für zahlreiche Unfälle gesorgt – in Südtondern blieb es jedoch bei Blechschäden. Zwei Lastwagen kamen von der Straße ab und rutschten in den Graben. Verletzt wurde niemand.

Zunächst kam am frühen Freitagmorgen (um 4.54 Uhr) südlich von Dagebüll ein Lastwagen mit Anhänger von der Straße ab. Bei überfrierender Nässe war das Gefährt in den Graben geschlittert, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion in Flensburg. Die Landstraße war während der Bergungsarbeiten mit Spezialgeräten demnach für rund neun Stunden voll gesperrt. Der Autoverkehr wurde währenddessen umgeleitet. Acht Einsatzkräfte waren am Morgen sowie am Vormittag vor Ort.

Nur rund 30 Minuten nach dem ersten Unfall rutschte in Aventoft ein Lastwagen mit Auflieger in einer abschüssigen Rechtskurve auf die Böschung (Foto). Er war auf der Straße Grellsbülldeich Richtung Süderlügum unterwegs, sagten Augenzeugen. Wegen der spiegelglatten Straße sei er nur sehr langsam gefahren, aber in der Kurve sei das Gefährt immer weiter nach rechts bis auf die Bankette gerutscht, sagte der Fahrer. Er habe dann sofort angehalten. Weil das er zuvor in einem Aventofter Grenzmarkt Pellets entladen hatte, war der Wagen leer.

Das Fahrzeug blieb an einem durch eine Strebe gestützten Telegrafenmast hängen. Sonst wäre wahrscheinlich ein Absturz in den graben unvermeidlich gewesen, vermuteten Experten. Für die Bergung musste der Straßenabschnitt eine gute Stunde lang von der Straßenmeisterei voll gesperrt werden. Mit Hilfe zweier schwerer Kranfahrzeuge wurde das mächtige Gefährt wieder auf die Straße gesetzt und konnte seine Fahrt mit rund sechsstündiger Verspätung fortsetzten. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden ist gering.

Die Folgen der glatten Straßen bekamen am Freitagmorgen auch einige Schüler im Amtsgebiet zu spüren: Die Fahrer einiger Schulbusse traten ihre Tour, zum Beispiel Richtung Neukirchen, nicht an, um Unfällen vorzubeugen.

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