Spende für das Hospiz: 7500 Euro

Beste Stimmung bei der Übergabe des symbolischen Schecks.
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Beste Stimmung bei der Übergabe des symbolischen Schecks.

Aktion für das Wilhelminen-Hospiz: Die nordfriesischen Schornsteinfeger sammelten auf Föhr Geld für den Förderverein

shz.de von
12. Januar 2018, 16:44 Uhr

Eine tolle Aktion: Zu Silvester fuhren wieder die nordfriesischen Schornsteinfeger mit Unterstützung der Flensburger Samba-Percussion-Band „Policia do Samba“ nach Föhr, um dort für das Niebüller Wilhelminen-Hospiz zu sammeln.

„Unsere Silvester-Aktion soll einen Beitrag dazu leisten, die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen“, so Schornsteinfegermeister Matthias Rugullis aus Lütjenholm. „ Das Ergebnis nach der Auszählung war wieder eine Steigerung zu den Vorjahren – trotz des vielen Regens kamen 7 500 Euro an dem Silvestervormittag zusammen.“

Mit durchdringenden, energiegeladenen Trommel-Rhythmen und „Good Vibrations“ verzauberten die Musiker und Schornsteinfeger die Menschen. Jedem wurden kleine Glücksbringer überreicht, am Ende wurden sogar Hufeisen versteigert.

Bei der Aktion wird mit einer direkten Ansprache um eine Spende für den Förderverein Stationäres Hospiz Nordfriesland gebeten. Als „Quittung“ erhalten die Spender dafür eine schwarze Nase. „Je weiter der Vormittag voran schreitet, um so weniger Menschen sind ohne schwarze Nase unterwegs“, erklärte Organisator Matthias Rugullis. „Jeder möchte einfach dazu gehören und eine Spende abgeben. Die Schornsteinfeger sind auch immer wieder ein gewünschtes Fotomotiv - schnell wird noch einmal ein gemeinsames Foto gemacht.“ Nach drei Stunden ging es zurück auf das Festland.

Die gesammelten Spenden werden in voller Höhe an den Förderverein Stationäres Hospiz Nordfriesland e.V. weitergereicht. Seit 2009 konnten mit dieser Aktion 35 567 Euro an Spenden übergeben werden.

Derzeit wird ein Neubau des Hospizes in der Niebüller Marktstraße geplant, da das Hospiz aus allen Nähten platzt. Es werden vier neue Gästezimmer dazu kommen, denn im Hospiz ist man Gast und nicht Patient.

Das Wohnen, die Betreuung und Pflege ist für die Hospizgäste kostenfrei. Die Gäste leisten keine Zuzahlung. Da die Kosten für das Wohnen und die Rundumversorgung jedoch nicht in voller Höhe von den Kranken- und Pflegekassen übernommen wird, ist der erhebliche Fehlbedarf von zirka 130 000 Euro pro Jahr vom Hospiz selbst zu finanzieren. Die Wyker Dampfschiffsreederei (WDR) und die Föhrer Tourismuszentrale unterstützen die beliebte Charity-Aktion.


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