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Verfolgungsjagd : Spektakuläre Pkw-Flucht eines 18-Jährigen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zu viele Action-Filme? Ein 18-Jähriger lieferte sich mit Polizeibeamten eine wilde Verfolgungsjagd durch Leck.

Vermutlich hat er zu viele Action-Filme gesehen, anders lässt sich die Reaktion eines 18-Jährigen aus dem Norden Südtonderns kaum erklären. Am vergangenen Sonntagabend, 11. Mai, wollten Beamte der Polizeistation Leck gegen 20 Uhr einen Audi-Fahrer kontrollieren, der jedoch unvermittelt vor der Verkehrskontrolle floh. Bereits in der Marktstraße in Leck wurden die ersten Anhaltesignale der Polizeibeamten vom Fahrer ignoriert. Der junge Nordfriese, der einen 15-jährigen Niebüller als Beifahrer mit ihm Fahrzeug hatte, flüchtete, missachtete zwei rote Ampeln sowie weitere Vorfahrtsregelungen. Unter anderem raste der junge Fahrer über einen Kantstein, was einen platten Vorderreifen zur Folge hatte. Doch selbst zu diesem Zeitpunkt hielt der Nordfriese nicht an. Am Ortsausgang Leck flüchtete der Audi-Fahrer auf die L5 in Richtung Enge-Sande. Da er keine Anstalten machte, anzuhalten, fuhren die Beamten neben den Wagen. Daraufhin rammte der Fahrer plötzlich den Streifenwagen. „Durch das geöffnete Fenster zeigte er den Polizeibeamten den Mittelfinger“, so Markus Langenkämper von der Polizeidirektion Flensburg. Die Flucht führte über Enge-Sande weiter nach Stedesand in eine Sackgasse neben der B5. Den Rückweg blockierten die Polizeibeamten mit ihrem Streifenwagen. Doch nur unter zur Hilfenahme der Schusswaffen konnten die Beamten die beiden Insassen zum Aussteigen aus dem Fahrzeug bringen und anschließend festnehmen.

Der 18-jährige Fahrer hat sich nun zu verantworten wegen folgender Delikte: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Führen eines Fahrzeugs ohne Zulassung und Versicherungsschutz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und einer Gefährdung des Straßenverkehrs. Wie der 18-Jährige an den Audi gekommen ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Vermutlich hat der den Wagen gekauft, ohne jedoch einen Führerschein zu besitzen. Der Audi wurde gemäß Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Gegen den 15-jährige Beifahrer läuft kein Verfahren, er wird als Zeuge geführt. Am Streifenwagen entstand ein Sachschaden von etwa 2000 Euro.

„Man kann von Glück sprechen, dass der ganze Vorfall am Ende so gut ausgegangen ist. Glücklicherweise blieben beide Fahrzeuge auf der Fahrbahn und keine Personen – weder der Flüchtige noch die Polizeikollegen – wurden verletzt“, sagt Polizeisprecher Markus Langenkämper.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 14:18 Uhr

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