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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 20:00 Uhr

Breitband : Spatenstich für die Datenautobahn

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Betriebe in den Gewerbegebieten Ost und Süd sowie Häusle-Bauer im Baugebiet 57 profitieren als erste von dem Glasfaserkabel.

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Spätestens Ende des Jahres können User des IT-Bereichs in den Niebüller Gewerbegebieten Ost und Süd – allesamt Gewerbebetriebe – in die schnelle Datenautobahn einbiegen. Am Dienstag erfolgte im Ostring (Gewerbegebiet Ost) der erste Spatenstich für die Verlegung des Glasfaserkabels, das im Zuge dieses Maßnahmenpakets auch noch in dem neuen Baugebiet 57 verlegt werden wird, dessen baureife Erschließung kurz bevorsteht. Bürgermeister Wilfried Bockholt: „Der erste Bauherr, der dort einzieht, wird sogleich über ein schnelles Internet verfügen.“

Ulla Meixner, Geschäftsführerin der Breitbandnetzgesellschaft (BNG) Breklum, attestiert dem Gewerbegebiet eine geradezu modellhafte Infrastruktur. Kein anderes Gewerbegebiet in Nordfriesland und anderen Landesteilen werde mit dieser Struktur mithalten können. Sie verwies auf eine Datenkommunikation mit Bandbreiten von 100 Mbit/s und mehr – diese auf Wunsch sogar symmetrisch und mit gleichem Tempo sowohl im Up- als auch im Download. „Und das zuverlässig, sicher und beständig übers Glasfaser und unter Ausschluss von Provisorien und Übergangslösungen wie per Funk und VDSL (Kürzel für das herkömmliche Telefonkabel).“

Von 120 in den beiden Gewerbegebieten ansässigen Betrieben und Haushalten haben sich 100 fürs Glasfaserkabel entschieden. Für die BNG bedeutet das die Verlegung von sieben Kilometer Kabeltrasse, 9,6 Kilometer Rohren und 2,5 Kilometer Hausanschlüssen. Im Gewerbegebiet profitiert die Netzgesellschaft von der Unterstützung durch die Niebüller Stadtwerke.

Das Stadtgebiet soll abschnittsweise durch das Glasfasernetz erschlossen werden. Nach der aktuellen Maßnahme sind die Baugebiete 41, 49 und 52 im Blickfeld der BNG, die übrigens die Verlegung des Glasfaserkabels in ihrem Versorgungsgebiet bis 2020 abgeschlossen haben will. Bis dahin – aber womöglich um einiges früher – müssen sich die letzten Niebüller Internetnutzer gedulden.

Zur Erinnerung: Weil ein flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes kurz- und mittelfristig nicht zu erwarten war, sagten die Nordfriesen „dann machen wie es eben selbst“ und starteten 2010 eine beispielhafte Initiative zum Netzausbau in insgesamt 50 Kommunen. Letztere waren auch die eigentlichen Initiatoren. Druck kam aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und Unterstützung von der VR-Bank, die sich für ihre Region in der Pflicht sieht. Niebülls Bürgermeister sprach von einem „Miteinander mit Ungeduld“.

Doch es ist, wie Zahlen und Fakten beweisen, ein Miteinander geblieben. Im Rahmen des auf ein Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro ausgelegten Projekts, kostet die Verlegung eines Glasfaser-Anschlusses zu einem der 24 000 Haushalte etwa 3500 Euro. In dichter besiedelten Bereichen fällt das Kalkül günstiger aus, in ländlichen Gegenden weniger günstig. Doch ergibt sich nach ersten Erfahrungen ein kalkulatives Mix, mit dem man hinkommt. 17 000 Haushalte sollen in der nächsten Ausbauphase am Glasfaserkabel angeschlossen sein und am Ende bereits erwähnte 24 000.

Dem offiziellen ersten Spatenstich in Anwesenheit von Vertretern der Stadt, Stadtwerke, Tiefbaufirma Feddersen und der BNG Breklum folgt Anfang nächster Woche der Baubeginn.

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