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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:47 Uhr

Sparte mit Herzblut aufgebaut

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Dietlinde Gutbrodt setzt sich seit 20 Jahren für das Sportabzeichen-Training ein / Erstmals waren auch Menschen mit Behinderung dabei

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich Dietlinde Gutbrodt dafür ein, dass in Leck das Deutsche Sportabzeichen erworben werden kann. Nicht nur für dieses Engagement gebührt ihr Dank: Erstmals ermöglichte sie 19 erwachsenen Menschen mit Behinderungen, für dieses Abzeichen im Männerturnverein von 1889 zu trainieren und die Prüfungen erfolgreich abzuhaken.

MTV-Vorsitzender Hans Peter Feddersen würdigte den Einsatz von Dietlinde Gutbrodt: „Vor 20 Jahren hast Du diesen Bereich aus dem Nichts geschaffen und mit Herzblut aufgebaut. Das ist eine tolle Leistung!“ Auf die Vereinsfahne habe man sich nach wie vor geschrieben, die Kinder von der Straße zu holen und: „Dietlinde Gutbrodt macht das. Wir sind froh, dass wir Dich und Deinen Mann Karl-Heinz als unermüdlichen Helfer im Hintergrund haben.“ Feddersen lobte ebenfalls ihr Engagement, das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen anzubieten: „Das ist gelebter Beweis für die Inklusion von Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.“

Rund 1900 Deutsche Sportabzeichen haben Jugendliche und Erwachsene in den vergangenen Jahren in Leck abgelegt, für das Östereichische Sport- und Turnabzeichen haben zirka 300 Menschen geschwitzt und 520 kleine und große Sportler errangen das Bayerische Sportleistungsabzeichen, das künftig nicht mehr in Leck abgenommen werden darf. Vor diesem Hintergrund erinnerte der Vorsitzende daran, dass die Gemeinde einen großen Anteil am Erfolg habe: „Ihre Schul- und Sportfreundlichkeit ist vorbildlich.“

Das Deutsche Sportabzeichen wurde 2013 erstmals nach seiner Reform abgelegt. „Die neuen Übungen sind nach entsprechender Vorbereitung und Training von Jung und Alt zu schaffen“, meinte Dietlinde Gutbrodt. 40 Jugendliche und 35 Erwachsene haben das geschafft. Herausragend wurde Momme Andersen mit seinen 87 Jahren als ältester Teilnehmer genannt sowie Reinhard Nommensen für sein 44. Sportabzeichen in Gold. Zwölf Erwachsene und vier Jugendliche zogen sich die Sportschuhe für das Österreichische Turn- und Sportabzeichen an.

Nicht ohne Stolz nahmen 19 Menschen mit Behinderungen aus dem „Stedesander Hof“ ihre Urkunden entgegen. „Das Abzeichen gibt ihnen Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und führt sie aus der Isolierung heraus“, sagte ihre Trainerin Dietlinde Gutbrodt und: „Viele habe ich nach langer Zeit mal wieder lachen sehen“.

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