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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:00 Uhr

Spannendes für jeden Musikliebhaber

vom

"Raritäten der Klaviermusik" werden morgen im Schloss vor Husum eröffnet / Bis zum 24. August gibt es ein ungewöhnliches Programm

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Husum | Jedes Jahr im August reist ein begeistertes Publikum nach Husum, um im Rahmen des Festivals "Raritäten der Klaviermusik" auf Entdeckungsreise zu gehen. Es lässt sich immer wieder Neues entdecken, denn der "Star" ist das ungewöhnliche Programm. In diesem Jahr finden die "Raritäten" von morgen an bis zum 24. August statt.

Zu den eisernen Grundsätzen des künstlerischen Leiters, Peter Froundjian, gehört es, nicht zu akademisch zu sein. Es geht ihm nicht darum, ein Pogramm unter musikwissenschaftlichen Aspekten zusammenzustellen, sondern dem musikliebenden Publikum einen Hörgenuss zu verschaffen. Im Fall von Felix Blumenfeld und Selim Palmgren, die beide unabhängig voneinander 24 Préludes komponiert und diese mit der Opuszahl 17 versehen haben, die Tag auf Tag bei den "Raritäten" gespielt werden, war es nur ein Zufall, der zu dieser Doppelung geführt hat.

An der Programmzusammenstellung beteiligt sind in erster Linie die Pianisten, die selbst Vorschläge einreichen, aber auch Peter Froundjian, der ergänzende Vorschläge macht. Grundsätzlich werden nur Pianisten akzeptiert, deren künstlerische Ausrichtung von vornherein zum Festival passt, da eine Einigung sonst schwer möglich ist.

"Wie immer erfüllt die Palette jedes einzelnen Programms höchste Ansprüche. Andererseits ist Abend für Abend ein spannendes, anhörenswertes Programm für jeden Musikliebhaber gewährleistet", verspricht Peter Froundjian.

Die Wahl des Ausstellungs- und Podiumsdiskussionsthemas ist diesmal auf den visionären französischen Komponisten Charles-Valentin Alkan (1813 bis 1888) gefallen. Dessen Geburtsjahr jährt sich zum 200. Mal. "Hat Charles-Valentins Alkans Musik in Deutschland eine Chance?" so lautet das Thema der Podiumsdiskussion, die am Sonntag, 18. August, 11 Uhr, im Rittersaal stattfindet und vom "Deutschlandradio Kultur" mitgeschnitten wird. Diese Frage steht vor dem Hintergrund, dass eine vernichtende Kritik seitens des weltberühmten Komponisten Robert Schumann im Jahre 1837 dazu geführt hat, dass Alkans Musik auch heute noch im Bewusstsein der Musiköffentlichkeit kaum verankert ist. Schon in den ersten Jahren des Festivals wurden alle wichtigen Werke Alkans vorgestellt.

Die Pianisten des diesjährigen Programms sind keine Unbekannten in Husum. Sie haben bereits bei den "Raritäten" gespielt und einen so guten Eindruck hinterlassen, dass sie wieder engagiert worden sind: Jean-Frédéric Neuburger, Artur Pizarro, Henri Sigfridsson, Sofja Gülbadamova, Cecile Licad, Ludmil Angelov, Håvard Gimse und Danny Driver.

Für die Konzerte am Montag (19.) mit Henri Sigfridsson, am Mittwoch (21.) mit Cecile Licad und am Donnerstag (22.)mit Ludmil Angelov stehen noch Restkarten zur Verfügung - Karten für die übrigen Konzerte auf Anfrage unter Telefon 04841/ 8973-130 oder im Museumsshop im Schloss vor Husum. Für alle Konzerte gibt es noch Hörer-Karten für den Nebenraum des Rittersaals mit Video-Übertragung zum ermäßigten Preis.

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