Ausstellung in Niebüll : Spannende Lebensräume

Erika Spaude (l.) freut sich, dass die Berliner Künstlerin Kathrin Rank im Richard-Haizmann-Museum ausstellt.
Erika Spaude (l.) freut sich, dass die Berliner Künstlerin Kathrin Rank im Richard-Haizmann-Museum ausstellt.

Kathrin Ranks besondere Silhouetten – eine neue Ausstellung im Richard-Haizmann-Museum.

shz.de von
27. Januar 2018, 12:00 Uhr

Erika Spaude, Vorsitzende des Niebüller Kunstvereins, hat wieder einmal eine tolle Entdeckung gemacht: Am Freitag, 9. Februar, findet im Richard-Haizmann-Museum zeigt die Berliner Künstlerin Kathrin Rank ihre „Lebensräume“, wie ihre Ausstellung betitelt ist. Beginn ist um 20 Uhr.

„Den Hinweis, dass ich Kathrin Rank kennenlernen sollte, bekam ich in Berlin von dem Künstlerehepaar Römer & Römer“, verrät die Vorsitzende des Kunstvereins.

Kerstin Knauer, ebenfalls im Vorstand, war genauso sehr angetan. „Ich fühlte mich doch auf ungewöhnliche Weise an Caspar David Friedrich erinnert“, so ihr erster spontaner Eindruck.

Themen wie Einsamkeit, Verlorensein tauchen auf – der „Mann am Felsen“ sei ein Sinnbild. Aber, für was eigentlich? Darüber lässt sich auch heute noch trefflich debattieren. Kathrin Rank sagt selbst dazu: „In meinen Bildern werden Figuren, oft durch eine Gegenlichtsituation, zu Silhouetten. Sie werden zu Projektionsträgern, sind Symbolformen einer allseits präsenten, doch transparenten Wirklichkeits- und Möglichkeitswelt. Entweder als reiner Umriss oder durch minimale Innenlinien in ihrer Körperlichkeit angedeutet, sind die Figuren körperlos, entpersonalisiert. Das Körperliche der Landschaft tritt dadurch deutlicher hervor. Die vordergründige Figuration tritt zurück und wird in Beziehung gesetzt mit der malerischen Auseinandersetzung der Umgebung.“

Erika Spaude sieht Bezüge zur Region. „Ihre Mutter stammt von Sylt!“ Kathrin Rank ist der Nordsee verbunden: „Ich habe mich förmlich aufgelöst, wurde mit dem Meer eins, wurde eingebettet in Natur, die mich definitiv nicht braucht. Ich sie aber um so mehr. So wie man eine Farbe erst durch eine Nebenfarbe zum Klingen, bringt, mache ich Auflösung durch das Gegenteil sichtbar. Durch Form.“

Hergebracht wurden die Arbeiten von der Künstlerin, per Transporter auf die Reise geschickt – die Kunstfreunde in Südtondern dürfen auf ihre Auswahl gespannt sein.

Die Ausstellung „Lebensräume“ läuft bis zum 11. März im Richard-Haizmann-Museum.









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