Sozialverband: Großer Andrang auf Jahresversammlung

Hans-Christian Albertsen fragt Karl Petersen, wie er vor 65 Jahren zum damaligen Reichsbund kam. Daneben Helga Hansen.
Hans-Christian Albertsen fragt Karl Petersen, wie er vor 65 Jahren zum damaligen Reichsbund kam. Daneben Helga Hansen.

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26. Januar 2015, 11:48 Uhr

Von einem ereignisreichen Jahr 2014 sprach die Vorsitzende des Ortsverbandes Süderlügum im Sozialverband Deutschland (SoVD), Helga Hansen, während der mit 125 Personen „ausverkauften“ Jahresversammlung im Westre Waldkrug. So gab es Informationsabende zur Rentenreform, Patientenverfügung und Sozialverbandsarbeit. Großer Beliebtheit erfreuten sich die regelmäßigen Klönnachmittage, Fahrradtouren sowie Skat- und Doppelkopfturniere. Ausflugsfahrten führten in den Bayrischen Wald, ins Osnabrücker Land und zum Kohlbüffet nach Dithmarschen. Zum plattdeutschen Theater ging es nach Leck und zur „Bühne“ nach Niebüll. Es wurde gegrillt und Lotto gespielt, ein bunter Nachmittag und die Weihnachtsfeier mit je 100 Teilnehmern organisiert.

Den Mitgliedern wurde zu 41 hohen Geburtstagen, acht Goldenen und einer Diamantenen Hochzeit gratuliert. Auf der Verbands- und Frauentagung auf Kreisebende nahmen Abordnungen teil. Helga Hansen dankte ihrem Vorstandsteam wie auch allen Helferinnen und Helfern für den Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinschaft. Mit 27 neuen Mitgliedern bei 19 Abgängen ist der Mitgliederbestand des im März 1947 gegründeten Ortsverbandes Süderlügum inzwischen auf 395 angestiegen. „Das freut uns natürlich, regt aber auch zum Nachdenken an, denn es zeigt die Probleme der Menschen, die sich im Dickicht unserer Sozialgesetze nicht mehr zurechtfinden“, so Helga Hansen. Dem pflichtete der SoVD-Kreisvorsitzende Hans-Christian Albertsen (Breklum) in seinem Grußwort bei, der ebenfalls von einer „sozialpolitischen Schieflage in unserer Gesellschaft“ sprach. Hier werden künftig die Pflegeversicherung und Grundsicherung eine große Rolle spielen, so Albertsen. Süderlügums stellvertretender Bürgermeister Dieter Lorenzen lobte den regen Verein mit seinem rührigen Vorstand und den vielfältigen Veranstaltungen. Er meinte, auch der SoVD trägt mit dazu bei, dass so viele ältere Bürger nach Süderlügum gezogen sind. Vom SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Ilgen überreichte er einen Gutschein für eine Fahrt nach Berlin, die beim anschließenden Lotto verlost wurde.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Rosemarie „Rosi“ Petersen nach 15 Jahren ihre Amt als Schriftführerin aufgeben. Zur Nachfolgerin wählte man einstimmig Dagmar Peters. Auch Christian Moßner konnte seinen Posten als Beisitzer nicht mehr ausüben, Nachfolger wurde Detlef Saß. Weiterer Revisor für Hartmut Schön ist nun Hans-Peter Petersen.

Eine besondere Auszeichnung gab es für Karl Petersen, der dem SoVD sogar 65 Jahre angehört. Auf Nachfrage von Hans-Christian Albertsen erzählte der Jubilar kurz, warum er nach den Kriegswirren in den damaligen Reichsbund eingetreten war.  



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