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Zusammenschluss : Sonderauftrag für die „Ü-50-Truppe“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In Südtondern soll eine Feuerwehrkameradschaft gegründet werden, deren Auftrag es ist, die Gemeinschaft zu fördern. Mindestalter: 50 Jahre

Die Voraussetzungen sind klar definiert. Wer mitmachen möchte, muss mindestens 50 Jahre alt und bei der Feuerwehr sein. Und ebenso deutlich festgelegt ist dann auch die Aufgabe dieser „Ü-50-Truppe“. Finden sich genügend Männer und Frauen, so werden diese später nicht etwa gerufen, um einen Brand zu löschen, sondern sie alle sind aufgerufen, für mehr Miteinander zu sorgen. Denn der Wunsch von Herbert Krüger (stellvertretender Amtswehrführer) und Oberbrandmeister Kurt-Werner Hansen ist es, eine Feuerwehrkameradschaft auf die Beine zu stellen. Am Dienstag, 1. März (19.30 Uhr, Gerätehaus der FF Leck), könnte es soweit sein, denn dann soll die Ü50-Truppe mit besonderem Auftrag gegründet werden.

„Eigentlich stand es schon mal in der Zeitung – ganz klein und leicht zu übersehen“, erinnerte sich Herbert Krüger. Doch es sei ihm und sieben Kameraden, mit denen er darüber ins Gespräch gekommen war, ernst geworden. Ein Verein soll diese Feuerwehrkameradschaft nicht sein, schon gar kein eingetragener, obwohl einige Formalien ähnlich denen in einem Verein sind. Doch der harte Kern, der sich schnell um Herbert Krüger und Kurt-Werner Hansen bildete, hat schon mal eine Satzung entworfen, in der Sinn, Zweck und Ziele der Vereinigung formuliert sind. Angesprochen sind Feuerwehrkamerad(inn)en ab dem 50.Lebensjahr, und zwar sowohl Einsatzkräfte als auch Ehrenmitglieder. Laut Satzungsentwurf steht die Pflege der Kameradschaft und Tradition obenan. Auch geht es darum, Kontakte zu den „Kameraden von neben“ aufzubauen. In einer Wehr zählen Kameradschaft und gegenseitiges Vertrauen sowie das Bewusstsein, sich auf einander verlassen zu können, zu unabdingbaren Elementen einer gut funktionierenden Feuerwehr. Doch von der Nachbarfeuerwehr weiß man in der Regel zu wenig. „Die Feuerwehrkameradschaft soll Grenzen überschreiten und Kirchturmdenken aufbrechen“, sagt Herbert Krüger. „Wir wollen auch Erfahrungen austauschen und voneinander lernen“, fügt Kurt-Werner Hansen hinzu. Beide denken an eine große Feuerwehrfamilie, wenn von der „Feuerwehrkameradschaft des Amtes Südtondern“ die Rede ist.

Bei den Einsatzkräften „Ü 50“ handelt es sich um eine Altersgruppe, die nach geltendem Recht noch 17 Jahre im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst vor sich hat. „Bis 67 ist das ein langer Weg“, weiß Krüger. Wer ab 50 körperlich fit und bei bester Gesundheit ist, macht den normalen Dienst weiter. Doch irgendwann kommt die Erkenntnis, dass man zurückstecken muss, für dies und das aber noch einsatzfähig ist. Das Bewusstsein wächst mit der Zeit und kommt nicht von heute auf morgen. In der Runde der Kameraden gesetzteren Alters kann es hilfreich sein, miteinander darüber zu reden und einander zu stützen – und sich vielleicht auch aus der „Ehrengarde“ manchen Tipp und guten Rat zu holen. Wichtig vielleicht auch, dass man den „alten Kameraden“ (gemeint sind die Ehrenmitglieder) eine Art freund- und kameradschaftliche Heimat gibt.

Es gibt bereits Vorstellungen, wie der „Dienst“ in der Feuerwehrkameradschaft laufen soll. Herbert Krüger denkt an vier Treffen im Jahr. Zur Sprache könnten sowohl Feuerwehr bezogene als auch unterhaltsame Themen kommen. „Weil wir kein ziviler Haufen sind, ist es gut, wenn die Kameraden zu unseren Versammlungen in Uniform kommen“, sagt Kurt-Werner Hansen. „Der Amtswehrführer ist uns immer willkommen.“

Oliver Jacobsen soll übrigens die Gründungsversammlung in Leck eröffnen und leiten. Als rüstiger Mittdreißiger kann er zwar nicht Mitglied werden. Doch ist die Satzung noch nicht beschlossen. Die Einladungen zur Gründungsversammlung gehen jetzt in die Post. Krüger und Hansen hoffen auf einen guten Besuch, für den auch die Kameraden aus dem harten Kern der Mitstreiter von den Freiwilligen Feuerwehren Uphusum, Leck, Bramstedtlund, Neukirchen, Galmsbüll und Dagebüll sorgen sollen.

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