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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:41 Uhr

Sie liebt die Natur, sie spielt Klavier

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Veronika Blatz absolviert ein freiwilliges kulturelles Jahr im Naturkundemuseum Niebüll / Auf die Limbacherin warten vielfältige Aufgaben

von
erstellt am 28.Sep.2015 | 11:15 Uhr

Musik und Natur, das passt nur auf den ersten Blick nicht zusammen. Veronika Blatz aus Limbach im Odenwald kann beides. Und kann jetzt ihre Fähigkeiten beim freiwilligen kulturellen Jahr im Naturkundemuseum einbringen. Denn die Fähigkeit, Klavier zu spielen, hilft beim fingerfertigen Arbeiten mit Kindern. So hat sie gerade ihre erste Bewährungsprobe beim Bastelnachmittag erfolgreich absolviert. Formen gießen, von der Koralle bis zum Seeigel, das kam bei den Kleinen an.

Zu ihren alltäglichen Pflichten gehört aber auch das Fische füttern am Aquarium. Diese würden sicher gern das Forellenquintett hören, doch das Piano hat die Abiturientin daheim gelassen. Gern würde sie weiter üben, will sich demnächst bei Jürgen Lüders schlau machen. Ein kleines Heimweh ist überwunden, ein neues Heimatgefühl hat sich schon eingestellt. Auf die Frage, ob sie in Niebüll wohne, sagt sie „Nein, in Deezbüll!“ Das sind die Feinheiten, die man als Grenzgängerin hat: Das Museum ist schließlich genau das erste markante Gebäude in Deezbüll, wenn man Niebüll verlässt. Als Teilnehmerin einer Radtour hat Veronika Blatz schon den Süderlügumer Forst und Dänemark kennengelernt. Dabei überlässt sie nichts dem Zufall. Sie hat vorher an einem VHS-Sprachkursus teilgenommen. „Dänisch ist eine spannende Sprache!“

Den Norden erkunden, das ist Programm. Als 16-fache Amrum-Urlauberin hat die freundliche junge Frau bereits einen gewissen Kenntnisstand, doch der soll zügig ausgebaut werden. Unterstützung findet Veronika Batz bei den anderen FKJ-lerinnen Lynn und Lena aus Klanxbüll. Am Charlottenhof hilft sie auch mit, zum Beispiel bei der Abba-Nacht. Weitere Bekanntschaften gibt es noch nicht; denn „es ist am Anfang ganz schön viel“.

Im Museum stehen Führungen durch das Haus an; sie sitzt an der Kasse, geht ans Telefon. „Das Naturkundemuseum war für mich erste Wahl“, so die Odenwaldlerin. Carl-Heinz Christiansen checkt als Museumsleiter die Bewerbungsschreiben. „Dann schauen wir uns die Kandidatinnen an“, sagt er. Bei Veronika Batz war er sich schnell sicher, einen guten Griff getan zu haben. Vor einer Pinnwand im Naturkundemuseum wird ersichtlich, dass die Freiwilligen aus ganz Deutschland nach Niebüll streben. Die Nähe zum Meer, zur Natur ist einfach verlockend. Und letztlich kann man – besser als von Amrum aus – über Niebüll die ganze Nordseeküste erobern.

„Ich fühle mich richtig wohl“ ist das Resümee der ersten Wochen nach einer Ankunft, die mit einem Bad in Dagebüll gekrönt wurde. Das nächste Projekt steht schon: Am Mittwoch, 16. Oktober, 15 Uhr, steht für Kinder Specksteinschleifen auf dem Programm.


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