„Ein dorf steht kopf“ : Seniorennachmittag stimmt auf die Festtage ein

Enge-Sande steht Kopf:  Auftakt war der Seniorennachmittag.
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Enge-Sande steht Kopf: Auftakt war der Seniorennachmittag.

Musik und Unterhaltung: Der älteren Generation galt die Auftaktveranstaltung zu vier tollen Tagen.

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21. Juni 2014, 11:14 Uhr

Musik, Unterhaltung und Schnack begeisterten an die 90 Senioren im Festsaal neben dem Sportheim in Enge. Der älteren Generation galt die Auftaktveranstaltung zu vier tollen Tagen unter dem Motto „Ein Dorf steht Kopf“.

Der Wind rüttelte am Zeltgestänge, Regenschauer prasselten auf die Plane. Davon ließen sich die Senioren nicht abschrecken und nahmen gern Platz an den gedeckten Tischen. Aus dem gesamten Gemeindebereich waren sie gekommen, aus Soholm, Knorrburg, Engerheide, Enge und Sande. Gar mit dem Fahrrad rollte Hela Brodersen aus Schardebüll an. Der Kampf gegen den Wind hatte der 84-Jährigen nichts ausgemacht. Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen freute sich über die große Schar und begründete, warum das Dorf feiert: „Die Gemeinde besteht 40 Jahre, vor 50 Jahren hat die Schule ihren Betrieb aufgenommen und seit 55 Jahren gibt es den Sportverein. Das sind genug Anlässe, ein Dorffest zu organisieren.“ Gesagt, getan, der Schul- und Sportausschuss machte sich ans Werk, und bei Birte Matthiesen liefen und laufen alle Fäden zusammen. Ein volles Programm erwartet die Besucher, für jeden ist etwas dabei.

Musikalische Ständchen boten der gemischte- und Männerchor des „Gesangvereins Eintracht Enge von 1888“ unter der Leitung von Stephanie Budde. Melodien aus „My Fair Lady“ wurden laut, der Gassenhauer „Veronika, der Lenz ist da“ motivierte zum Mitsummen, ein schottisches Volkslied erzählte von „Nessie am Loch Lomond“, ein plattdeutsches Lied über die Heide. Die Premiere des Männerchores von „Wochenend’ und Sonnenschein“ hätte die „Comedian Harmonists“ als Vorbild stolz gemacht. Die Auftritte beider Chöre und schließlich das gemeinsame Singen ernteten viel Beifall und Rufe nach Zugaben.

Die fröhliche Atmosphäre fachten alle Schüler der Grundschule an der Linde, Außenstelle Enge, mit ihren Darbietungen an. Im Schulfach „Projekt“ hatten sie mit Tanzlehrerin Dagmar Liebenow Party-Tänze einstudiert. Zu den Klängen „Nossa“, „Happy“ und „Hipp-hopp“ zeigten sie ihr Können. Weil es so schön war, holten sich die Kinder erwachsene Partner aus dem Publikum dazu, um im Takt mit dem Po zu wackeln, die Arme zu recken, die Beine zu strecken. Das machte der Bürgermeister übrigens prima!

Gemütliches Kaffeetrinken zum Nulltarif und das Miteinander genossen die Menschen mit weißem Haar. Das Programm rundeten Jara Pohlmann und Johke Friedrichsen (beide neun Jahre jung) mit dem Vorlesen plattdeutscher Geschichten ab. Conny Johannsen zeigte in der Turnhalle zudem mit 25 Frauen den schweißtreibenden Tanz „Zumba“ zu lateinamerikanischen Rhythmen.

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