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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 10:21 Uhr

Senioren-Wohnanlage für Süderlügum

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Privater Investor plant Wohnanlage mit zwölf eingeschossigen Wohneinheiten / Diskussion über Vergabekriterien für die neuen Baugrundstücke

Die baulichen Aktivitäten in der Gemeinde Süderlügum halten nach wie vor unvermindert an. So plant ein privater Investor jetzt am Süderweg den Neubau einer seniorengerechten Wohnanlage mit zwölf eingeschossigen Wohneinheiten in drei Objekten. Wie Falco Richter von der Planungsgruppe Plewa aus Flensburg während der Gemeindevertretersitzung im Feuerwehrgerätehaus dazu erläuterte, übernimmt der Investor alle im Zusammenhang mit der Bauleitplanung entstehenden Kosten, ebenso für den Fußgängerweg bis zum Ochsenweg und natürlich auch die Erschließungskosten. An den Gebäuden entstehen zwölf Pkw-Stellplätze, die im Baugebiet eine eigene Zufahrt erhalten. Laut Nachfrage eines Bürgers während der Einwohnerfragestunde, wird der Süderweg nicht verbreitert und die Müllabfuhr muss dort nicht hineinfahren. Die Tonnen werden gemäß „Hol- und Bringvertrag“ zu Fuß von der Müllabfuhr aus dem neuen Baugebiet geholt. Das Planverfahren wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung durchgeführt, was zu einer schnelleren Realisierung führen kann. Mit sechs Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen stimmten die Gemeindevertreter dem Aufstellungsbeschluss zur 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 5 für das betreffende Gebiet südlich der Süderstraße und dem Ochsenweg, östlich der B 5 und beiderseits der Maistoft und dem Süderweg zu. Einstimmig erfolgte dagegen der abschließende Beschluss über die Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes für das Gebiet westlich des Baugebietes Haberland, östlich des Westerhofes und nördlich der Straße am Sportplatz. Hier geht es um die Erschließung einer rund zwei Hektar großen, bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche zu einem neuen Wohnbaugebiet mit 20 Wohneinheiten. Zuvor waren die hierzu eingegangenen Stellungnahmen abgearbeitet worden. Alleine von einer privaten Seite hatte es dazu 23 Einwände gegeben, die alle entkräftet wurden. Von den Behörden und Trägern öffentlicher Belange gab es nur kleinere Anmerkungen.

Etwas Diskussion unter den Vertretern gab es bei der anschließenden Beratung über die Vergabekriterien für die neuen Baugrundstücke. Auf Vorschlag von Bürgermeister Christian Magnus Petersen sollen nur Einwohner des alten Amtes Süderlügum und der Nachbargemeinde Westre Grundstücke für die Eigennutzung von mindestens fünf Jahren erwerben können. Ausnahmen sind in Einzelfällen möglich, wobei eine Fremdvermietung nicht erfolgen darf. Hier will man Spekulationen von Bauunternehmen vorbeugen. Mehrheitlich wurde schließlich ein entsprechender Beschluss gefasst, der zunächst für zwei Jahre gelten soll. Für potentielle Grundstückskäufer wird Anfang nächsten Jahres eine Liste beim Amt Südtondern eröffnet. Einzelne Anwohner des Westerhofer Weges fühlen sich durch die als Schwellen (Schikanen) ausgelegte Verkehrsberuhigung belästigt, da diese durch die Überfahrung der Fahrzeuge zu laut seien. Hierzu war eine Fachfirma seitens der Gemeinde zu Rate gezogen worden, die von der Anbringung eines sogenannten Flüster-Asphalt auf den fünf Schwellen aber abriet. Dieser sei sehr grobporig und daher nicht so lange haltbar und würde für die geringe Menge rund 30  000 Euro kosten. Bevor hierzu ein Beschluss gefasst wird, wurde der Antrag an den Umwelt- und Wegeausschuss überwiesen. Hier soll auch geklärt werden, ob es sich dann um eine Erneuerung, Sanierung oder Reparatur handelt, was für die eventuelle Erhebung von Anliegerbeiträgen von Bedeutung ist.

Der Vorsitzende des Umwelt- und Wegeausschusses, Bendix Volquardsen, appellierte ebenso wie Bürgermeister Petersen an ihre Mitbürger, keine Tücher durch die Toiletten zu spülen. Diese gelangen durch die Kanalisation und setzen sich an den Pumpen fest. Deren Beseitigung erfordert hohe Kosten für die Allgemeinheit und forciert den frühzeitigen Verschleiß der Pumpen. Weiter wurden die Bürger darum gebeten, sofort Bescheid zu geben, wenn an den Pump-Kästen der Kanalisation die rote Lampe leuchtet, dem Hinweis auf eine Störung.. Ebenfalls wurde auf das regelmäßige Säubern der Rinnsteine als Bürgerpflicht hingewiesen. Bürgermeister Petersen kritisiert die zu lange Antragsbearbeitung für die Asylanten, lobte aber das Ehrenamt, dass ihre Aufgabe in der Fläche hervorragend schafft. Im Amt Südtondern werden in diesem und im nächsten Jahr jeweils rund 300 Asylsuchende erwartet. Hierfür hat das Amt derzeit 40 Wohnungen angemietet. Wer Interesse hat, als Paten für die Flüchtlinge aufzutreten kann sich an das Ordnungsamt wenden. Eine Sammelstelle für Sachspenden gibt es in Süderlügum nicht. Aber insbesondere Fahrräder und Fernseher können auch direkt bei den Flüchtlingsfamilien abgegeben werden, so die Verantwortlichen.  


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erstellt am 30.Sep.2015 | 13:52 Uhr

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