Selbst angepackt und viel Geld gespart

Bürgermeister Thomas Dose überreicht den Schlüssel an Wehrführer Jürgen Köller. Foto: cw
Bürgermeister Thomas Dose überreicht den Schlüssel an Wehrführer Jürgen Köller. Foto: cw

Gemeinde Rodenäs investierte 140 000 Euro und 1530 ehrenamtliche Arbeitsstunden in ein neues Feuerwehrgerätehaus

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09. Juni 2011, 07:01 Uhr

Rodenäs | Einen großen Tag erlebten die Rodenäser mit der Einweihung des neuen Domizils für Fahrzeug und Geräte der Feuerwehr. Kreisbrandmeister Christian Albertsen betonte, dass es sich nicht nur um ein Gerätehaus, sondern um ein Feuerwehrhaus handelt, denn "hier werden nicht nur Fahrzeug und Geräte untergebracht, sondern es ist auch das zu Hause der Feuerwehrkameraden." Er überreichte den Ehrenteller des Kreisfeuerwehrverbandes an Gemeindewehrführer Jürgen Köller und Bürgermeister Thomas Dose. Zuvor hatte Architekt Broder Pörksen den symbolischen Schlüssel an den Bürgermeister gegeben, der diesen so gleich an den Gemeindewehrführer weiterreichte. Anschließend wurde die Fahrzeughalle mit Geräteraum zur Besichtigung freigegeben.

Dose und Köller freuten sich, dass man mit den veranschlagten Kosten von 140 000 Euro eine Punktlandung hingelegt hatte. Dies war aber nur möglich, in dem 1530 Stunden Eigenleistungen der Feuerwehrkameraden und zahlreicher Einwohner geleistet wurde. Beide Verantwortlichen konnten ihren Stolz darüber nicht verbergen, in solch einer harmonischen Gemeinde zu leben und sprachen allen Beteiligten einen herzlichen Dank aus.

Über den fast einjährigen Werdegang des Anbaus überreichte der Wehrführer ein Bau-Tagebuch an seinen Bürgermeister. Auch die Dachisolierung- und Eindeckung des gesamten Gemeindehauses sowie die Erneuerung und Pflasterung des Vorplatzes und der Auffahrt waren mit der Baumaßnahme erfolgt. Dazu musste der Spielplatz auf die andere Seite verlegt werden, neue Spielgeräte und ein festes Ballfangnetz zur Abgrenzung an den Sportplatz wurden geschaffen. Auch dieses bewältigten die Rodenäser bei 7 000 Euro Materialkosten in Eigenleistung. "Wir haben keine Fördermittel erhalten, sondern alles aus der eigenen Gemeindekasse bezahlt", betonte Dose. Sein besonderer Dank galt Wehrführer Jürgen Köller als Koordinator der gesamten Maßnahme. Vom Klanxbüller Künstler Klaus Musolf überreichte der Bürgermeister ein Bild vom schmucken Gebäude des Dorfmittelpunktes. Glückwünsche und Präsente gab es noch von Neukirchens Wehrführer Jürgen Eils im Namen der Wiedingharder Nachbarwehren sowie der Landtagsabgeordneten Astrid Damerow. Der stellvertretende Amtswehrführer Anton Christiansen, Nachbar und selbst 18 Jahre an der Spitze der Rodenäser Wehr verantwortlich, gab einen kurzen Werdegang über die 1914 gegründete Feuerwehr seiner Heimatgemeinde. Anton Christiansen überreichte ein von ihm gefertigtes Wappen aus Kupfer und Messing, das so gleich an einem eigens neben dem Tor ausgesparten Mauerwerk angebracht wurde.

Der Festtag in Rodenäs endete am Abend mit einem großen Helferfest im Zelt auf dem Sportplatz.

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