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Nordfriesland Tageblatt

24. Oktober 2017 | 01:35 Uhr

Jubiläum : Seit fünf Jahrzehnten aktiv

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Sportschützen im MTV Leck blicken auf 50 Jahre Spartengeschichte zurück. Während der Jubiläumsfeier würdigten die Gäste den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 19:01 Uhr

„1963 ist ein guter Jahrgang“, bescheinigten Gratulanten dem Geburtstagskind und kamen mit Geschenken und Lobesworten: Die Sportschützen 1963 im MTV Leck feierten mit rund 50 Gästen ihr 50-jähriges Bestehen im Schützenheim am Süderholz.

Der Anlass rechtfertigte einen kleinen Rückblick, den Gründungsmitglied und Vorstandssprecher Egon Kuchel zusammengestellt hatte: Der damalige MTV-Hauptsportwart Herbert Weidemeier hatte die Idee, dem Sportverein eine weitere Sparte anzugliedern. Mit 30 Interessierten rief er im Januar vor fünf Jahrzehnten die Sportschützen 1963 ins Leben. Den Spartenvorsitz übernahm Max Muesfeldt, und trainiert wurde zunächst im „Central-Hotel“. Wenig später konnten sich die Schützen den Pferdestall am Stadion als Schießstand umbauen. Doch nach einigen Jahren musste erneut umgezogen werden. Eine ehemalige Arbeitsdienstbaracke am Osterholz diente als nächste Bleibe. Aber hier sollte das Altenheim errichtet werden – wiederum musste ein neues Heim her. Es wurde am heutigen Standort am Süderholz gefunden. In Eigenleistung entstand ein vorbildlicher Schießstand mit zehn Luftgewehr- und Luftpistolen- sowie fünf Kleinkaliberständen.

Eine Katastrophe bereitete dem Training der Schützen im November 1974 ein jähes Ende: Das Schützenheim brannte bis auf die Grundmauern nieder. Man stand wieder am Nullpunkt. Vorübergehend richteten die Sportschützen die leerstehende Kindergartenbaracke von „Clausen & Bosse“ für ihre Zwecke her. Nebenbei liefen die Planungen für das jetzige Schützenheim. Unter dem Vorsitz von Ludwig thor Straten packte man auch diesen Bau tatkräftig an. Im Mai 1976 konnte die Trainingsstätte eingeweiht werden. Die Schützen ersetzten später die Zuganlagen durch motorisierte Anlagen und erstellten einen Pistolenstand mit Duellanlage. „Ich kann gar nicht alles auflisten, was wir an Kosten und Unwägbarkeiten zu schultern hatten“, atmete Egon Kuchel tief durch und führte das Gelingen auf Beharrlichkeit, der Liebe zum Schießsport und der Pflege der Geselligkeit zurück.

Die Mitgliederzahlen stiegen bis auf über 100 passive und aktive Personen an, heute sind es gut 60, davon allerdings nur vier Jugendliche. Egon Kuchel erinnerte an sportliche Erfolge und nicht zuletzt an das traditionelle Jedermannschießen mit fast 300 Teilnehmern.

Es gehöre viel Training, eine ruhige Hand, gute Atemtechnik, Körperbeherrschung, Disziplin, Genauigkeit und ein wenig Glück dazu, um ins Schwarze zu treffen, meinte Bürgervorsteher Andreas Deidert. „Sie leben diese Eigenschaften in einem harmonischen Nebeneinander von Alt und Jung vor.“

Er verhehlte nicht, dass dieser Sport immer mal wieder in Verruf gerate, weil ein verirrter Geist die Waffen missbrauche: „Hier mache ich mir keine Sorgen, da sie neben den sportlichen Herausforderungen sehr viel Wert auf den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit den Waffen legen.“

Alfred Koitzsch, Vizepräsident des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB), würdigte das hohe ehrenamtliche Engagement und die soziale Geborgenheit, die der Traditionsverein eindrucksvoll unter Beweis stelle. Er übergab den Jubilaren den Ehrenschild des Norddeutschen Schützenbundes. Im Namen der großen MTV-Familie gratulierte Vorsitzender Hans Peter Feddersen. „Von unseren 20 Sparten ist die Schützensparte eine der pflegeleichtesten“, freute er sich über deren Eigenständigkeit und das gegenseitige Vertrauen.

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