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Jubiläum : Seit 125 Jahren ein „Wir“-Gefühl

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit Empfang, Wettkampf und Festball feierte die Gemeinde Risum-Lindholm das langjährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Risum

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2016 | 13:49 Uhr

Großer Geburtstag – große Feier. Die Freiwillige Feuerwehr Risum feierte am Wochenende ihr 125-jähriges Jubiläum. Am Freitag fand ein festlicher Empfang im Gasthof Fraschlönj statt, am Sonnabend tagsüber ein sportlich-technischer Wettkampf unter zehn Wehren und abends zum Abschluss ein Festball in der Maschinenhalle des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens von Sönke Johannsen. Die Gemeinde nahm regen Anteil am Jubiläum der Risumer Wehr, die zusammen mit ihrer Lindholmer Nachbarin eine starke Gemeindewehr bildet.

Dienst in der Feuerwehr ist Dienst am Nächsten. Das klang in allen zwölf Grußworten an, die zu Ehren des zwar betagten, jedoch jung gebliebenen Geburtstagskindes gehalten wurden. Bürgermeister Hauke Christiansen und seine 3800 Risum-Lindholmer dürfen stolz, beruhigt und zufrieden sein, eine 100 Einsatzkräfte starke Feuerwehr an ihrer Seite zu haben. Zufrieden deshalb auch, weil es im friesischen Gemeinwesen Risum-Lindholm auch heute noch einen hohen Anteil an reetgedeckter Bausubstanz gibt, die es zu schützen gilt, andererseits aber auch eine hohe Brandgefahr darstellt, an der sich eine Feuerwehr orientieren muss. Beide Feuerwehren teilen sich zwar den Brandschutz – die eine in Nordlindholm und Klockries, die andere in den Ortsteilen Risum, Maasbüll und Herrenkoog. Doch wenn es irgendwo brennt, sind sie gemeinsam zur Stelle.

Von der Feuerwehr Risum nennt Wehrführer Dirk Breckling, zugleich auch Gemeindewehrführer, diese Zahlen: Die Wehr zählt zurzeit 50 Einsatzkräfte. Dem Wehrführer steht Michael Rahn als Vize zur Seite. Zur Verfügung stehen der FF Risum drei Fahrzeuge, ein Tanklöschfahrzeug TLF 24/16 und je ein LF 16 TS und Kommandofahrzeug MZF der Feuerwehrbereitschaft – die beiden letzteren von der Wehr genutzt, jedoch in Katastrophenfällen zur Bereitschaft abberufen mitsamt den Besatzungen, wie das bei den Überschwemmungen von Oder und Elbe der Fall war. Untergebracht sind die Fahrzeuge in der Neuen Feuerwache, die vor drei Jahren an der Ecke Steege/Dorfstraße 77 in Betrieb genommen wurde. Ihre Vorgänger waren das alte Spritzenhaus in Süd-Risum und das 1965 erbaute und vor fünf Jahren um einen Mannschaftsraum erweiterte Gerätehaus.

Die Jubiläumsfeier zum „125-ten“ begann mit einem Empfang für geladene Gäste. Die Gemeinde bat zu Tisch. Den Ablauf bestimmte ein Marathon von Grußworten.

Siegfried Puschmann, der stellvertretende Kreispräsident, sieht die Feuerwehr und ihre Bereitschaft als unverzichtbar – 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr.

Amtsdirektor Otto Wilke sieht in der Gemeinschaft der Einsatzkräfte eine Dominanz des „Wir“ – und weniger des Einzelnen. Amtswehrführer Oliver Jacobsen zitierte aus dem Kindermund, der den Feuerwehrmann in einem Loblied als Helden besingt. Pastor Tim Ströver bezeichnete das Wirken der Feuerwehrleute als gelebte Nächstenliebe.

Kreisbrandmeister Christian Albertsen zeichnete den früheren Risumer Wehrführer Georg Mahrt für seien Verdienste um die Feuerwehr und seine Kontakte zu den örtlichen Kindergärten und Schulen mit dem schleswig-holsteinischen Ehrenkreuz in Silber aus.

Schließlich wurde die Chronik der letzten 25 Jahre vorgestellt, in der nochmals 13 Grußworte nachzulesen waren und in der die seit 1991 (seit dem 100-jährigen Jubiläum) gefahrenen Einsätze aufgeführt waren.

Am Sonnabend traten zehn Mannschaften zum Feuerwehrwettkampf an. Dieser begann bei normalen äußeren Bedingungen, endete jedoch im Regen. Dennoch wurden die fünf Durchgänge komplett durchgeführt. Zu absolvieren waren eine Schnelligkeitsübung, bei der eine 120 Meter lange B-Leitung zusammengekuppelt werden musste. Gute Ballbehandlung und „Leinenführung“ wurden bei einer anderen Übung verlangt – ebenso wie vier klassische Knoten und viel Geschick beim Schlauchzielwurf. Aus der Praxis war ein Schnellangriff gefordert. Sieger dieses Wettkampfes wurde das Team der Freiwilligen Feuerwehr Braderup, gefolgt von den Wehren Langstoft und Klixbüll.

Das Jubiläum klang aus mit dem Festball, auf dem 450 Besucher dem Jubilar die Ehre gaben und zu den Rhythmen der „Hohner Dorfmusikanten“ das Tanzbein schwangen.

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