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Seilbahn in Niebüll: „Uns stört maßgeblich die Vorgehensweise“

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Debatte um die Seilbahn auf dem Spielplatz Holunderring geht weiter: Anwohner beklagen, ihnen sei im Sommer anderes angeboten worden

Schilder, die eine Nutzung der Seilbahn auf dem Spielplatz Holunderring einschränken – diese Lösung stand am Ende der jüngsten Sitzung des Niebüller Ausschusses für Schule, Kultur und Soziales (wir berichteten). Gleichzeitig hat Bürgermeister Wilfried Bockholt in Aussicht gestellt, ab dem Frühjahr eine nächtliche Sperrung durch einen Stadtbediensteten zu veranlassen. Mit dem Ergebnis sind einige Anlieger nicht zufrieden: „Schilder werden die nächtlichen Ruhestörer wahrscheinlich ignorieren“, meint Anwohner Lars Brodersen, der laut eigener Aussage für 13 weitere Anwohner spricht.

Brodersen kritisiert, dass den Anwohnern im Sommer etwas anderes angeboten worden sei. „Auf dem Ortstermin mit Ausschussmitgliedern Ende Juni wurde uns vermittelt, die Bahn würde abgebaut oder verlegt.“ Am Ende der eigentlichen Ausschuss-Sitzung habe jedoch ein anderes Ergebnis gestanden. „Uns hatte man gesagt, dass wir dazu nicht mehr kommen müssten.“ Laut Protokoll befürworteten die Ausschussmitglieder nun eine schalltechnische Untersuchung, es war keine Rede mehr von einer Demontage oder Verlegung.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Ausschusses, Bernd Neumann, haben die Anwohner laut Brodersen darauf hingewiesen, dass auf dem Ortstermin die Schallschutzmessung kein Thema war. „Ärgerlich ist vor allem, dass wir auf das Schreiben keine Antwort bekamen und auch der Termin der Schallschutzmessung erst am selbigen Morgen telefonisch angesagt wurde“, so Brodersen. „Den zweiten Termin haben wir dann gar nicht mehr erfahren.“ Das Verfahren stelle sich als Paradebeispiel für mangelnde Bürgernähe dar. „Mir ist auch noch wichtig festzustellen, dass wir nichts gegen Kinderlärm haben“, sagt Brodersen. „Uns stört maßgeblich die Vorgehensweise.“

Der Ausschussvorsitzende Neumann bestreitet nicht, dass während des Juni-Ortstermins über den Abbau gesprochen wurde, aber eher diskursiv. „Da wird in lockerer Runde alles Mögliche gesagt, entscheidend sind jedoch die Beschlüsse.“ Es sei schon öfter vorgekommen, dass der Ausschuss seine ursprüngliche Meinung ändere. Bürgermeister Bockholt macht auf Nachfrage deutlich, dass zuerst Schilder aufgestellt werden sollen. „Erst wenn das nicht klappt, müssen wir neu nachdenken.“



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erstellt am 08.Dez.2016 | 11:22 Uhr

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