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Nordfriesland Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:29 Uhr

Segelflieger bleiben bodenständig

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein aufregendes Jahr liegt hinter den Mitgliedern des Luftsportvereins Südtondern / Adalbert Schulz hielt seinen letzten Bericht als Kassenwart

von
erstellt am 16.Feb.2014 | 13:16 Uhr

Obwohl im vergangenen Jahr oftmals kein Thermikwetter über Aventoft herrschte, konnten doch an 76 Tagen immerhin 228 Flugstunden mit den Segelflugzeugen und Motorseglern absolviert werden. Dieses berichtete der Vorsitzende Hans-Ulrich Henningsen während der Jahresversammlung des Luftsportvereins Südtondern (LSV) im Fliegerheim auf dem Aventofter Flugplatz. Die Flugsaison 2013 konnte schon am 26. Januar eröffnet werden und dauerte bis zum 13. Oktober. Herausragendes Ereignis war die Eintragung der Minimoa als erstes Segelflugzeug in Schleswig-Holstein in das Denkmalbuch mit einer großen Feierstunden in der Fliegerhalle.

Aber auch sonst war viel los bei den Aventofter Segelfliegern. So veranstaltete man trotz schlechter Wetter- und Platzverhältnisse Flug- und Schnupperwochen, hatte die Tschernobyl-Kinder sowie zehn Personen einer Fliegergruppe aus Lünen auf dem Platz zum Fliegen zu Gast und beteiligte sich mit einem Flugsimulator beim Dorffest der Gemeinde Aventoft. Mit vereinseigenen Flugzeugen weilten einige Flieger im dänischen Arnborg sowie in Bamberg und Schneverdingen. Gemeinsam mit den Luftsportvereinen von Sylt und Leck war der LSV Mitausrichter des Jugendvergleichsfliegens auf dem Lecker Flugplatz.

Natürlich standen auch viele Stunden Platz- und Werkstattarbeiten auf dem Plan, so der Vorsitzende, aber die Jahresprüfung des Flugzeugparks verlief dann auch sehr erfolgreich. Für alle Flugzeuge wurde ein gutes Zeugnis ausgestellt, so dass nur wenig Winterarbeit anfiel. Der Orkan „Christian“ hatte größeren Schaden am Hallendach sowie Löcher in den Tragflächen eines Motorseglers verursacht, die jedoch fast kostenneutral wieder repariert werden konnten. Auch von den Werkstattprüfern gab es ein Ok, so Technikreferent Matthias Dubbik. Allerdings liest die Doppeltrommel-Startwinde ist derzeit defekt und wird zu Beginn der neuen Flugsaison wohl noch nicht einsatzbereit sein. „Aber sonst kann es losgehen.“

Acht Flugschüler hatten vom 30. März bis zum 13. Oktober an 73 Tagen insgesamt 96 Flugstunden bei 319 Starts absolviert, berichtete Ausbildungsleiter Adalbert Schulz. Er erstattete auch seinen letzten, wie immer sehr akkuraten, Kassenbericht, denn nach 20 Jahren kandidierte er nicht wieder für den Posten. „Dank Eurer Hilfe mussten wir in den 20 Jahren vom Verein keinerlei Schulden machen, und darüber freue ich mich“, rief der scheidende Schatzmeister unter großem Beifall der Versammlungsteilnehmer aus. „Ich habe nun keinen Blumenstrauß für Dich, aber dafür bekommst Du einen Freiflug mit dem Vorsitzenden im Motorsegler“, meinte Hans-Ulrich Henningsen scherzhaft in seinen Dankesworten.

Neuer Kassenwart wurde Stefan Czipulowsky, während das Flieger-Urgestein Gerhard Allerdissen als zweiter Vorsitzender (aber das letzte Mal, wie er betonte), ebenso einstimmig wieder gewählt wurde, wie Claus von Essen als Referent für Presse und Umwelt sowie Wilhelm Merzenich als Segelflugreferent. Letzterer mahnte seine Fliegerkameraden zu mehr Überlandflügen in diesem Jahr an. Um mehr Flugbetrieb in Aventoft zu erreichen, muss der Wasserstand des Südgrabens unbedingt gesenkt werden damit der Platz trockener wird. „Wieder ein Sicherheitsgewinn“, kommentierte der Vorsitzende die Bestellung von vier modernen Fallschirmen für die Flugzeuge. Die Flugscheininhaber müssen demnächst eine kostenpflichtige Lizenzumschreibung gemäß EU-Richtlinien vornehmen lassen.

Das Doppelsitzer-Segelflugzeug „Scheibe SD 34“, Baujahr 1983, wird vom LSV an ein Vereinsmitglied veräußert, da es für den eigenen Flugbetrieb nicht mehr benötigt wird. Obwohl hierdurch die Liquidität der Vereinsfinanzen verbessert wird, beschloss man einstimmig eine Beitragserhöhung für erwachsene Mitglieder um drei Euro und für die Jugendlichen um zwei Euro pro Monat. Begründet wurde diese Anpassung mit den gestiegenen Verbandsumlagen. Trotzdem resümierte Hans-Ulrich Henningsen: „Wir fliegen hier in unserem Verein so günstig wie sonst fast nirgendwo.“

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