Kommentar : Schulwahl mit Lineal und Landkarte

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03. Juli 2014, 15:40 Uhr

Dass der Kreis nicht alle Fahrtkosten übernimmt, die durch freie Schulwahl entstehen, ist richtig. Es leuchtet ein, dass man hier eine Kostenexplosion zu vermeiden versucht, die am Ende des Tages wieder den Steuerzahler belastet. Doch eine Schulwahl mit Lineal und Landkarte widerspricht dem Wunsch vieler Stedesander, die ihre Kinder traditionell auf die ehemalige Regionalschule in Niebüll geschickt haben. Für einige Familien droht nun ein Szenario, in dem zwei Kinder in Niebüll und eines in Leck zur Schule gehen, weil das eigene Budget nicht ausreicht. Ein Konflikt, der zumindest für die jetzigen Schulwechsler nicht mehr zu lösen sein wird. Denn für Ausnahmeregelungen fehlt bisher die juristische Grundlage: Um die vollständige Übernahme der Fahrtkosten für Stedesander Schulkinder an die Gemeinschaftsschule in Niebüll zu gewährleisten, müsste erst die Schülerbeförderungssatzung geändert werden, die in allen Kreisen im gleichen Wortlaut erlassen wurde.

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