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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Schulverband Karrharde geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 11:50 Uhr

Neue Wege in der Bildungslandschaft Südtonderns: Die Gemeinschaftsschule an der Lecker Au wird eine Kooperationsvereinbarung mit den Beruflichen Schulen in Niebüll schließen. Diese sagt aus, dass Schüler nach der 10. Klasse mit entsprechenden Leistungen in die gymnasiale Oberstufe nach Niebüll versetzt werden können. Die Mitglieder des Schulverbandes Karrharde stimmten dem Vorhaben ungeteilt zu. „Mit dieser Regelung fahren wir für die Zukunft am besten und geben gleichzeitig den Eltern eine Sicherheit“, bewertete Verbandsvorsteher Dirk Enewaldsen die Entscheidung.

Bereits vor zwei Jahren wurde darüber nachgedacht, der Lecker Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe anzugliedern. Davon wurde Abschied genommen, weil sich die Schullandschaft durch die Umwandlung der Regional- und Gesamtschulen in Gemeinschaftsschulen verändert hat, was auch die Schulen in Niebüll betrifft. Das Alleinstellungsmerkmal für die schulische Einrichtung in Leck fällt also weg. Deshalb sieht Schulleiter Holger Karde diese Lösung als einen guten Ersatz an: „Wenn die Grundschüler zu uns kommen, können sie quasi ein Ticket lösen für die Übernahme zum Fachgymnasium“. Natürlich haben nur qualifizierte Schüler einen Rechtsanspruch auf einen Schulplatz im Beruflichen Gymnasium. Karde wertete diesen „direkten Weg bis zum Abitur“ als eine tragbare und für Schüler sinnvolle Absprache.

Der Leiter der Gemeinschaftsschule berichtete, dass in diesem Sommer die letzten Realschulklassen ihren Abschluss gemacht hatten: „Es gibt jetzt nur noch eine Schule und eine Schulart“. Der Übergang von der Haupt- und Realschule in die Gemeinschaftsschule habe gut funktioniert, betonte er, doch leider seien die Schülerzahlen rückläufig. Jetzt werden rund 580 Schüler gezählt, etwa 30 weniger als im Vorjahr. Als Grund führte Karde insbesondere die geänderten Regelungen beim Bustransport an. „Der Süderlügumer Raum ist komplett weggebrochen, weil eine direkte Busverbindung fehlt“, bemängelte er. Er regte an, Gespräche mit den Verantwortlichen der Buslinie, die die dänischen Schüler aus dem Umland nach Leck befördert, zu suchen. Das habe man bereits getan, aber seinerzeit keine Chance zur Umsetzung gesehen, erklärte Dirk Enewaldsen. Man werde aber noch einmal nachhaken: „Mit diesem Thema müssen wir uns sicher noch länger beschäftigen.“ Die neuen Beförderungsregelungen stießen allen Verbandsmitgliedern auf: „Die Schulwahl wird von der Busverbindung bestimmt und nicht von den Eltern!“

Auf das Angebot der Offenen Ganztagsschule ging der Verbandsvorsteher ein. „Das Angebot ist gut, die Basis der Kräfte aber relativ dünn. Wir brauchen dringend mehr Mitarbeiter, die Kurse geben können“, bat er um Mithilfe.

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