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Schulprojekt: Integration geht durch den Magen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ungewohnt, für uns exotisch, aber sehr schmackhaft: In der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au tischen Schüler arabische Speisen auf. Neun Mädchen und zwei Jungen haben sich für dieses Angebot der Offenen Ganztagsschule entschieden und lernen gern, was in anderen Kulturen im Kochtopf schmort. Zum Auftakt haben sich die Kursteilnehmer an arabischen Gerichten wie etwa „Mejadarah“ versucht.

Nabila Tanib und Alea Ebeshe aus Syrien, beide erst seit wenigen Monaten in Leck, vermitteln gern ihr Wissen. Sie haben in ihrem Heimatland bereits in einer Großküche beziehungsweise im eigenen Restaurant gekocht. Weil ihre deutschen Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, springt Nadia Sharafeldin (vor drei Jahren aus Ägypten nach Deutschland gekommen) als Dolmetscherin ein. Auch Ehemann Zein Shahtout schaut von Zeit zu Zeit einmal herein, weil er bereits fließend Deutsch spricht und sich gern für weitere Projekte einsetzen möchte.

Für die Neubürger bedeutet der Kontakt mit den Schülern ein kleines Stück Integration und bei den jungen „Kochlehrlingen“ wächst durch das Miteinander das Verständnis füreinander. Nun gab es geröstete Zwiebeln, Bulgur und Linsen, dazu Tsatsiki-Creme – lecker war das Gericht „Mejadarah“. „Ich koche gern, und dieser Kursus hat mich angesprochen“, begründete Lilly-Rose ihre Teilnahme. Der 14-jährige Nick möchte Koch werden und zog ein positives Fazit: „Die orientalischen Speisen schmecken gut. Auf jeden Fall ist das besser, als wenn man sich jeden Tag Pizza oder Pommes in den Mund schiebt.“

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erstellt am 04.Mär.2016 | 12:36 Uhr

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