Bildung Südtondern : Schulen zukunftsfähig aufgestellt

Die Bauarbeiten für die Mensa in Neukirchen haben begonnen.
Die Bauarbeiten für die Mensa in Neukirchen haben begonnen.

Positive Daten in der letzten Sitzung des bisherigen Schulverbands Südtondern-Nord / Bauarbeiten für die Mensa haben begonnen

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23. Mai 2018, 09:30 Uhr

Niebüll | „Wir haben es geschafft, unsere Schulen zukunftsfähig aufzustellen – und das in einem sehr angenehmen Arbeitsklima innerhalb dieses Gremiums und auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Dafür möchte ich mich herzlich verdanken.“ So lauten die letzten Sätze von Verbandsvorsteher Friedhelm Bahnsen am Ende der jüngsten Sitzung des Schulverbandes Südtondern-Nord in der bisherigen Zusammensetzung. Mitte Juli wird sich das Gremium aus den nach der Kommunalwahl neu konstituierten Gemeindevertretungen dann ebenfalls neu formieren.

Das positive Fazit von Friedhelm Bahnsen bestätigten die Berichte der Leitungen der Grundschule Süderlügum und der Gemeinschaftsschule Neukirchen sowie der Jahresabschluss 2017. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Wegen sinkender Schülerzahlen wird in Süderlügum wahrscheinlich eine volle Planstelle abgebaut werden müssen. „Wir gehen auf die 100-Schüler-Marke zu. Das bedeutet Einzügigkeit und den Rückgang von acht auf sieben Lehrkräfte“, sagt Meike Kosbü-Hermann in ihrem Bericht. Und das mit großem Bedauern, denn: „Niemand möchte weg, alle sind so engagiert und fühlen sich der Schule sehr verbunden“, betont die Schulleiterin. Das zeige sich gerade wieder bei der Vorbereitung des Kinderfestes, das am 15. Juni ab 14.30 Uhr gefeiert werden soll. „Alle sind herzlich willkommen, wir möchten, dass besonders unsere Schüler diesen Tag genießen“, sagt die Leiterin der als „Kulturschule“ ausgezeichneten Grundschule. Dafür stehen unter anderem Kooperationen mit der Nolde-Stiftung. Projekte gibt es auch mit der Uni Flensburg und seit kurzem mit der Grundschule in Tondern.

„Können wir denn gar nichts tun, um den Stellenabbau zu verhindern?“, fragt Neukirchens Bürgermeister Peter Ewaldsen. Das Schulamt habe eine deutliche Sprache gesprochen, noch stehe der Stellenplan allerdings nicht fest, sagt die Schulleiterin. Planungssicherheit gibt es also auch für die Emil-Nolde-Schule in Neukirchen noch nicht. „Unsere Schülerzahlen bleiben allerdings konstant“, sagt Axel Stein, stellvertretender Schulleiter. In der Gemeinschaftschule seien derzeit die Abschlussprüfungen in vollem Gange. Auch stehe vor den Ferien noch einiges auf dem Programm: Bundesjugendspiele, das Sommerfest, das Abschlussfest am 29. Juni und eine musikalische Aufführung am 7. Juni in der Kirche zu Neukirchen. Geplant ist ein Imagefilm, um auch künftig die Schülerzahl zu halten. Mit dem Bau der Mensa habe zudem gerade das größte Projekt begonnen.

Dieses schlägt sich mit den Planungskosten auch schon im Jahresabschluss 2017 nieder. Dieser schließt mit deutlich besseren Zahlen als erwartet ab. So liegt der Überschuss des Ergebnishaushalts statt bei den erwarteten 52 300 bei gut 200 000 Euro. Dahinter stehen Aufwendungen von 1,7 Millionen Euro Erträgen von 1,9 Millionen Euro gegenüber. Dies ist unter anderem höheren Zuweisungen für die Offene Ganztagsschule und für die sozialpädagogische Betreuung, Einsparungen bei Strom, Wasser und Heizung, höheren Zuweisungen für die Schülerbeförderung sowie höheren Schulkostenbeiträgen von auswärtigen Gemeinden zu verdanken.

In die Schulen investiert wurden knapp 70 000 Euro. Größter Posten sind mit 38 000 Euro die Planungskosten für den Neubau der Mensa an der Gemeinschaftsschule, die zudem für 11500 Euro ein Aktivboard und Sprungkästen erhielt. Größter Posten der 15500 Euro für die Grundschule sind mit 8000 Euro die Sanierung des Lehrerzimmers und eine neue Küche.

Weitere Bilanzdaten sind ebenfalls positiv: Die Eigenkapitalquote stieg von 2015 von 32,2 bis 2017 auf 38,2 Prozent, die Kreditschulden konnten in den beiden Jahren von 535 267 auf 310 703 Euro gesenkt werden. Die Bilanzsumme des Schulverbands beträgt 2017 8,7 Millionen und das Anlagevermögen 8,2 Millionen Euro. Bei so vielen guten Nachrichten fällt die Zustimmung der Verbandsmitglieder denn auch einstimmig aus.

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