Förderaktion : Schönheits-OP für Kirchenportal

Viele Gewerke legten Hand beim Ausbau der Kirchentüren an.
Viele Gewerke legten Hand beim Ausbau der Kirchentüren an.

Auf Vereinsinitiative wird der Eingang der St.-Willehad-Kirche in Leck aufwendig aufgehübscht.

shz.de von
11. September 2018, 17:08 Uhr

Das Hauptportal der St. Willehad-Kirche ist dringend renovierungsbedürftig. Auf Initiative des „Vereins der Freunde der St. Willehad-Kirche“ müssen sich die zweiteilige Holztür sowie die schmiedeeisernen Elemente einer substanziellen Schönheits-Opeartion unterziehen. Gut drei Wochen soll diese Maßnahme dauern. Die Kirchgänger erreichen das Gotteshaus während dieser Zeit durch den Nordeingang (Kirchplatz).

Es dauerte ein wenig, bis die 2,55 Meter hohe und zwei Meter breite Holztür im Glockenturm am Montag aus den Angeln gehoben werden konnte. Der Schmied aus Preetz, Maler und Tischler aus der Region begutachteten das Portal, berieten, schraubten die Elemente aus Schmiedeeisen ab, hoben die Türhälften aus den Halterungen und legten sie für den Abtransport auf den Hänger.

Nun soll das gute Stück nach historischem Vorbild aufgearbeitet werden: Der Tischler sorgt mit Ausbesserungen dafür, dass die der Wetterseite zugewandte Tür keine „nassen Füße“ mehr bekommt. Um die Beschläge, die „Zuchthausbänder“, das Schloss und die Zierornamente kümmert sich der Schmied, das Make-up legt der Maler auf, mit einer beige-grauen Ölkreidefarbe.

Die Holztür im Hauptportal ist so alt wie der Glockenturm: Er wurde 1895 erbaut und ersetzte einen hohen Holzturm, der durch einen Funkenflug aus einer nahe gelegenen Speckbraterei Feuer gefangen hatte und abgebrannt war. Der Bau der St. Willehad-Kirche wird um 1150 datiert. Das Portal wurde im Laufe der Zeit des Öfteren renoviert, das Tropenholz der Tür wurde stellenweise ausgebessert. Viele schmiedeeisernen Elemente befinden sich im Originalzustand, das Schloss teilweise ebenso und bei dem Riesen-Schlüssel handelt es sich um das Original.

Am Abend stellte die Vorsitzende des „Vereins der Freunde der St. Willehad-Kirche“, Susan Scholz, die Förderaktion den Mitgliedern vor. „Diese Renovierung wird zwischen 15 000 und 18 000 Euro kosten“, sagte sie während der Versammlung. Gern wolle der Verein das Projekt unterstützten, eine Summe stehe aber noch nicht fest. Susan Scholz freute sich, dass ein Spendenaufruf für diese Maßnahme gefruchtet hat, aber: „Es darf gern noch mehr finanzielle Unterstützung geben!“ Und zwar auf das Vereinskonto bei der VR Bank IBAN DE 02 217 63 546 000 613 613 3. Die Vorsitzende versicherte: „Jede Spende kommt dorthin, wofür sie gedacht ist. Ich bin frohen Mutes und hoffe auf positive Resonanz.“

Seit Bestehen des gemeinnützigen Vereins, seit 16 Jahren, hält Susan Scholz die Fäden in der Hand und kann auf die Spendenfreudigkeit der Bürger zählen. „Wir investieren jährlich zwischen fünf und elftausend Euro für grundlegende Sanierungsprojekte“, rechnete sie vor und meinte: „Das erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit und soll motivieren, in diesem Sinne weiterzumachen.“

Das Engagement der Vorsitzenden des 65 Mitglieder zählenden Fördervereins lobte Kirchengemeinderatsvorsitzender Peter Janke mit einem bunten Blumenstrauß und netten Worten: „Ohne Dich würde Vieles nicht so laufen und Vieles auch gar nicht laufen!“












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