Schneeglöckchen schon im Januar bewundern

shz.de von
20. Dezember 2016, 12:23 Uhr

Der Winter zeigt sich in Südtondern nicht von sein kältesten Seite. Da wächst die Hoffnung, dass die Schneeglöckchen etwas früher ihren Kopf aus der Erde stecken. Doch diese Rechnung geht nicht auf.

Schneeglöckchen beeindrucken mit ihrer Fähigkeit, scheinbar direkt aus dem Eis blühen zu können. In der Tat können sie den Boden um sich herum um bis zu 7 Grad erwärmen. So treiben sie aus, sobald die Bodentemperatur wärmer als -6 Grad wird. Davor brauchen sie jedoch einen ordentlichen Kältereiz, damit sie wissen, dass es Winter ist. Ein schmuddelig warmer Dezember bietet den nicht. Deshalb blühen Schneeglöckchen meist nicht vor Ende Februar, Anfang März.

Jetzt ist es möglich, einzelne Schneeglöckchenbüschel auszugraben – bevor der Boden endgültig steinhart gefriert. Diese Büschel können draußen in Töpfen hingestellt werden und gut durchfrieren. Wenn sie danach kurz ins Warme (ein kühler Flur oder ein Stall) gestellt werden, denken sie, dass es Frühling ist und fangen sofort an, Blüten zu treiben. Sobald die weißen Knospen sichtbar sind, werden sie wieder rausgestellt.

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