Schnäppchen-Preise und spontane Hilfe

Spielsachen und Klamotten überwogen im Flohmarkt-Sortiment.
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Spielsachen und Klamotten überwogen im Flohmarkt-Sortiment.

Flohmarkt des HGV Süderlügum-Humptrup lockt massenhaft Besucher / Aussteller spenden für Familien, in deren Wohnungen es gebrannt hat

shz.de von
05. März 2017, 17:27 Uhr

Auch die siebte Auflage des Flohmarkts für private Anbieter des Handels- und Gewerbeverein Süderlügum-Humptrup (HGV) in der großen Mehrzweckhalle war ein voller Erfolg, manche sprechen gar von einem „Kult-Event“. Die 98 Stände waren in null Komma nix restlos vergeben, und schon beim Aufbau der letzten Stände vor der offiziellen Öffnung strömten die Stöber- und Kaufwilligen in Massen in die Halle. Es mögen über den Tag einige Tausend gewesen sein.

Marktmeister Manfred Dickert und Piet Jessen vom HGV zeigten sich mit einem breiten Grinsen und hoch zufrieden über den allseitigen Zuspruch. Besucher kamen nicht nur aus den Kreises Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, sondern auch aus dem südlichen Dänemark. Gerade in dieser Jahreszeit biete sich ein Flohmarkt in der warmen Halle an und werde deshalb von Händlern und Besuchern gerne angenommen, so die Verantwortlichen. Dabei habe sich bewährt, dass keine professionellen Händler zugelassen würden.

Die privaten Standbeschicker präsentierten wieder ein vielfältiges Waren-Angebot. Dabei überwogen Spielsachen aller Art, Bücher, Kleidung in allen Facetten und zum Teil sogar kundenfreundlich nach Größen sortiert, Handarbeiten und Porzellan. Weitere Angebote gab es mit Schmuck, allerhand Basteleien, Antik-Sachen eines dänischen Beschickers sowie diversen Klein-Möbeln, daheim aussortiert oder liebevoll selbst gewerkelt. Auch Ausgefallenes gab es zu erwerben wie einen markanten Filzhut, ein altes Spinnrad, eine historische Bibel aus Leipzig ohne Druckdatum oder ein illustriertes Victoria-Kochbuch der nord- und süddeutschen Küche von 1895. Rasenmäher, Staubsauger, Wasserkocher, Bügeleisen, Fön, Rasierer oder Fitnessgeräte – man konnte ganze Hausstände zusammen kaufen. Alte Musik-Casetten von Heintje oder Roy Black fehlten ebenso wenig im Sortiment, wie Reit-Sättel oder aus Holz und Glasbausteinen gebastelte Accessoires mit sinnstiftenden Sprüchen.

Die Schnäppchenjäger stöberten in den Auslagen, um vielleicht etwas Brauchbares zum günstigen Preis zu erhamstern. Da wurde auch schon mal um so manchen Cent gefeilscht. Allerhand Umsatz gab es dennoch, und die Lücken auf den Standtischen wurden im Laufe des Tages größer. Sehr zur Freude der Anbieter, die sich deshalb auch sehr zufrieden mit dem Verlauf zeigten. „Besonders der Trödel lief heute sehr gut“, bestätigte etwa Katja Bossen aus Humptrup. Und die Eheleute Geli und Fritz Ohm aus Risum-Lindholm meldeten den Ausverkauf ihrer gebastelten Nistkästen. Eine schöne Geste gab es noch am Rande des Flohmarktes. Denn auf Anregung einer Besucherin wurden nach Aufruf über Lautsprecher von Piet Jessen unter den Ausstellern Geld- und Sachspenden für die Familien gesammelt, die zwei Tage zuvor durch einen Großbrand in Süderlügum (wir berichteten) ihre Wohnungen verloren haben. „Es ist eine ganze Menge zusammen gekommen“, freute sich Manfred Dickert.








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